28. Januar 2021
von Andreas Unterberger
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Ibiza: Die Spuren werden dunkelrot

Wer in der Kloake wühlt, ist selbst ein – eine nicht sonderlich vertrauenerweckende Erscheinung. Solche abschätzigen Urteile haben angesichts der Vorgänge im parlamentarischen Ibiza-Untersuchungsausschuss während des letzten Jahres immer mehr Österreicher gefällt. Der Ausschuss-Gestank ist nun schier unerträglich geworden, seit Abgeordnete nun auch mit solchen übelriechenden Dreckstücken aufeinander werfen, die ein mutmaßlicher Schwerverbrecher in merkwürdigen Interviews abgesondert hat, das Rot und Pink (und im Gefolge natürlich auch das SPÖ-hörige Zwangsgebühren-Fernsehen, welches das Interview sogar zur Spitzenmeldung der ZiB gemacht hat) trotz der anrüchigen Person des Interviewten und trotz aller inneren Widersprüche begeistert aufgenommen haben. Dabei werden jedoch gerade durch dieses Interview und durch die jüngsten Aussagen zweier SPÖ-Kulissenmänner in Wahrheit die wahrscheinlichen Zusammenhänge des Ibiza-Videoanschlags so klar erkennbar wie noch nie. Diese laufen freilich ganz anders, als dies Rot und Pink zu suggerieren versuchen.

28. Januar 2021
von Luisa
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9 Dinge, die du im Lockdown im 9. Bezirk machen kannst

Kommt mit auf eine Schlenderei: Wir wollen etwas Abwechslung in euren Lockdown-Alltag bringen und empfehlen euch die langen, breiten Straßen in Alsergrund, dem 9. Wiener Gemeindebezirk.

Liechtensteinpark

Ein wunderbares Fleckchen Naturidylle findet man im 9. Bezirk im Liechtensteinpark, der bereits 1711 vom Fürsten von Liechtenstein errichtet wurde, inklusive Gartenpalais. Der Park versprüht rund ums Jahr eine besondere Eleganz. Die meisten Statuen und Vasen dieses barocken Gartens, die hier ursprünglich angebracht waren, wurden jedoch bereits 20 Jahre nach dem Bau verkauft und der Garten in Folge umgestaltet. Bis heute ist der Garten in Privatbesitz, ist jedoch teils öffentlich zugänglich und lädt zum Spazierengehen ein. Der große Spielplatz wird normalerweise von zahlreichen Kindern bevölkert.

Fürstengasse 1, 1090

Jüdischer Friedhof Rossau

Weiter geht es direkt mit einem Geheimtipp im 9. Bezirk: Ziemlich versteckt, in der Seegasse, befindet sich der Jüdische Friedhof Rossau, der älteste jüdische Friedhof Wiens. Zwischen 1540 und 1783 wurden auf dem 2.000 Quadratmeter großen Areal Mitglieder der jüdischen Gemeinde begraben. Zugänglich ist der Friedhof über das heutige Senior*innenheim in der Seegasse 9-11.

CoffeePirates Vienna

Damit euch auf der Tour durch den 9. Bezirk die Hände nicht kalt werden und die gute Laune erhalten bleibt, lotsen wir euch nun zur Crew rund um die CoffePirates Vienna. Hochwertige Kaffee-Röstungen bringen euch auf Trab. Eingerichtet mit hellen, modernen Holzmöbeln wird es zwar normalerweise vorwiegend von Student*innen bevölkert, aber auch Tourist*innen und viele Anrainer*innen finden regelmäßig ihre Wege hierher, hat sich das Café in den vergangenen Jahren in der Stadt doch schon einen Namen gemacht. Der köstlichen Kaffee-Dosis könnt ihr trotz Corona frönen – zwar nur in Form eines Kaffees zum Mitnehmen, aber mit etwas Wärmenden in der Hand und einem Stück Kuchen für den Weg, seid ihr gut gewappnet für einen winterlichen Spaziergang.

Spitalgasse 17, 1090

VinziRast – Lokal Mittendrin

Ein weiteres Projekt, das wir hier in den höchsten Tönen loben wollen, ist das Lokal Mittendrin des Vereins VinziRast. Die VinziRast ist eine unabhängige, offene Gemeinschaft, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, obdachlosen Menschen ein Zuhause, Wärme und Geborgenheit zu bieten und vor allem einen Platz in der Gemeinschaft zu ermöglichen. Im Lokal auf der Währinger Straße kochen und arbeiten Student*innen und ehemalige Obdachlose normalerweise gemeinsam und verbringen Zeit zusammen. Der Reingewinn des Lokals kommt dem Verein Vinzenzgemeinschaft St. Stephan zugute, der mit ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen mehrere Einrichtungen für obdachlose oder ehemals obdachlose Menschen betreibt. Auch während des Lockdowns könnt ihr mit gutem Gewissen gut essen: Die Mittagsmenüs sowie auch alle Speisen der regulären Karte kann man zum Abholen bestellen. Geöffnet ist von Montag bis Freitag jeweils von 11 bis 19 Uhr. Die Speisekarte findet ihr online. Alle Gerichte werden im Weckglas angerichtet.

Währinger Straße 19, 1090

Strudelhofstiege

Die Strudelhofstiege ist einer der wohl romantischsten Orte der Stadt, der rund ums Jahr mit einem besonderen Charme verzaubert. Ihr findet sie in unmittelbarer Nähe zum zauberhaften Servitenviertel. Im Frühling erfreut das satte Grün der Zweige, im Sommer kann man hier wunderbar auf einer der Bänke die Sonne genießen, im Herbst die farbenfrohe Blätterdecke bewundern, und im Winter strahlt die Stiege, bedeckt von Schnee und Eis, eine ganz eigene Ruhe und Eleganz aus. Der untere Teil der Stiege ist symmetrisch angelegt und umfasst außerdem zwei Brunnen. Die Stiegenanlage diente Heimito von Doderer als Dreh- und Angelpunkt für die Handlung eines seiner Romane, den er direkt auch nach ihr benannte. Auf einer Tafel neben dem größeren Brunnen sind seit der Stiegenrenovierung 1962 folgende Zeilen des österreichischen Schriftstellers zu lesen:

Wenn die Blätter auf den Stufen liegen
herbstlich atmet aus den alten Stiegen
was vor Zeiten über sie gegangen.
Mond darin sich zweie dicht umfangen
hielten, leichte Schuh und schwere Tritte,
die bemooste Vase in der Mitte
überdauert Jahre zwischen Kriegen.

Viel ist hingesunken uns zur Trauer
und das Schöne zeigt die kleinste Dauer.

Strudlhofgasse 8, 1090

Servitenviertel

Eben bereits erwähnt, berichten wir euch nun direkt mehr zum Servitenviertel: klein aber oho! Mit diesem wunderbaren Stadtteil stellen wir euch garantiert eine der schönsten Gegenden in ganz Wien vor, in der Eleganz, Gemütlichkeit und Geschichtsträchtigkeit aufeinandertreffen. Wer einfach mal die Seele baumeln lassen möchte und spontan der eigenen Gourmet-Nase folgen möchte, ist hier bestens aufgehoben, denn Verführungen locken quasi aus jedem Hauseingang. In den vergangenen Jahren haben einige hippe Cafés und Lokale das Grätzl noch um Charme bereichert. Da wären zum Beispiel La Mercerie, eine Ruheoase in französischem Stil, die euch derzeit mit Take-away erfreut oder die Suppenwirtschaft, wo ihr reichhaltiges und preiswertes Mittagessen bekommt.

Roßauer Lände

Gut gestärkt könnt ihr zum Beispiel vom Café La Mercerie hinüber zum Oskar-Morgenstern-Platz schlendern und von dort einmal die Roßauer Lände hoch flanieren bis zur U-Bahn-Station Friedensbrücke. Oder wer möchte, kann sogar bis nach Spittelau zu Fuß gehen. Auf eurem Weg kommt ihr an vielen schönen Graffitis und sonstiger Street-Art am Donaukanal vorbei.

Cocktails bestellen im The Sign Lounge

Es geht auf den Abend zu und auch jetzt habt ihr noch Lust etwas im 9. Bezirk zu entdecken? Dann empfehlen wir euch die coole Cocktailbar The Sign Lounge mit dem passenden Lockdown-Angebot. Während der Corona-bedingten Schließung hat das Team der Sign Lounge einen Lieferservice auf die Beine gestellt, der euch auch in diesem Lockdown mit köstlichen Drinks versorgt. Egal ob klassische oder ausgefallene Cocktails, hier seid ihr richtig! Zwischen 13 und 23.30 Uhr könnt ihr online oder telefonisch bestellen unter: 0664 964 3276 oder 0676 782 2628. Dabei habt ihr die Wahl zwischen sieben hervorragenden Cocktails. Weiters könnt ihr die „Weekly Spotlight x Insta“-Drinks ordern, die von Woche zu Woche variieren. Schaut mal:

Beaver Brewing Company

Wir möchten euch gestärkt aus unseren Tipps herausgehen lassen und empfehlen euch dafür einen Burger bei der Beaver Brewing Company. Vom klassischen Cheeseburger über Buffalo Hot Wings mit Blue-Cheese-Sauce bis hin zum Pulled Pork Sandwich gibt es alles, was das Herz begehrt. Ihr könnt die Speisen entweder selbst abholen oder nachhause bestellen. Vergesst nicht die hausgemachten, klassischen Craft Biere. Die können je nach Jahreszeit variieren und es lohnt sich stets, das eine oder andere zu verkosten.

Liechtensteinstraße 69, 1090

Neugierig darauf, einen anderen Bezirk im Lockdown zu erkunden? Dann geleiten wir euch gerne nach Simmering. Auf unserer Winter-Dahoam-Seite inspirieren wir euch außerdem für euren Winter in Österreich.

(c) Beitragsbild und Facebook-Beitragsbild | Luisa Lutter | 1000things

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27. Januar 2021
von FBB
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November Beyond Belief Network Roundup (Plus Team and Photo of the Month)!

Between the holidays and FBB’s Annual Appeal, we’ve had a lot on our hands the last couple months. So have volunteers in the  We just finished compiling December’s reports from volunteer teams in the Beyond Belief Network (BBN)! Holiday season provided a great opportunity to give back to the most vulnerable members of teams’ communities, especially people experiencing homelessness, disability, and domestic violence.

Please join us celebrating their work!

Houston Freethought Oasis

For December’s Team of the Month, we’re welcoming back past BBN team Houston Freethought Oasis! In December, this group organized a volunteer event for Houston Food Bank. COVID-19 had reduced the number of volunteers who were able to participate, but all things considered, the team reports a good turnout and positive impact in their community!

Austin Atheists Helping the Homeless (AHH)

Thanks to an amazing fundraising campaign, AHH was able to give out 240 sets of winter hats, thermal socks, and gloves as part of their monthly giveaway to people experiencing homelessness! Extra hands were needed to handle so many items in a timely fashion and rain slowed things down a bit, but the team thinks they pulled through admirably.

AHH is currently serving two encampments every month, with one in particular rising in population. There was quite a bit of interest in winter items, particularly thermal socks. Volunteers also made a special trip to grab sleeping bags for several community members that were in immediate need.

Picture of the Month (above) comes from AHH’s bag-packing event for this giveaway, wherein volunteers pre-packed goods in order to hand them out in a pandemic-safe manner. Thanks from AHH go out to their 100+ donors plus partners at the Atheist Community of Austin, the Freethinkers Association of Central Texas, and I Support the Girls – Austin.

(Read more on AHH’s blog.)

Atheist Community of Polk County (ACPC)

Atheist Community of Polk County participated in a whopping ten service events in December! This included:

  • Seven giveaways with the faith-based Street Warriors, a charity that distributes essentials to people experiencing homelessness in multiple locations. Altogether, the team prepared, packaged, and served 177 hot meals this month, plus several dozen essentials such as jackets, sleeping bags, socks, tents, masks, and hygiene supplies!
  • Assembling 25 packs of food, which were delivered to a local elementary school for students experiencing food insecurity.
  • Producing the Dec. 12th Holiday Cheer Stream-a-Thon fundraiser benefitting FBB! The team raised over $1,300 during the broadcast, which featured 37 presenters from the nonreligious community. (Check it out on YouTube.) The team reports they already have ideas on how to make the event even better next year. We’re delighted and immensely grateful for all their hard work!)

 

Atheists United (AU)

AU met weekly through December to continue an ongoing service commitment with Audio Information Network of Colorado, which records readings of printed materials for people with visual impairments. Team members made recordings of flyers and ads — a process that takes about 2.5 hours each session. This includes finding, reading, editing, verifying, and uploading the recordings for a weekly podcast.

Central Ohio United Non-Theists (COUNT)

We can always “COUNT” on this team to reliably fulfill commitments they’ve made to three local causes each month:

  • Van Buren Center: this local shelter provides housing and meals to families and women experiencing homelessness in Central Ohio. This month, volunteers prepared food, wearing COUNT-branded aprons and name tags to raise awareness that they are non-theists doing charity.
  • Adaptive Sports Connection: this chapter of Disabled Sports USA helps Ohio veterans, children, and adults who need adaptive equipment or instruction to participate in sports including skiing, kayaking and cycling. COUNT volunteers help assess students, select equipment, and help with sports lessons. This month they attended a virtual “dry land” training and learned about new COVID-related precautions.
  • Ronald McDonald House: this charity provides housing and meals to families with children being treated at area hospitals. COUNT volunteers work with guests to provide a home-like environment. This includes greeting and helping with things like attending to family needs, phones, tours, checking folks in and out, room preparation, cleaning, and front desk work. COUNT gave team gave 12.82 hours this month to RHM.

 

Northwestern Chicagoland Humanist Crew (NCHC)

These windy city humanists hosted a collection drive for their local women’s and children’s shelter. The shelter provided a wish list of items, which they passed around to local communities. Altogether they collected about 40 items for the shelter including paper towels, blankets, and cleaning supplies. The team reports it was a great way to close out the year!

 

Pikes Peak Atheists & Pikes Peak Atheist Families (PPA)

 For the 7th consecutive year, PPA collected items for a Holiday Shoppe run by TESSA, which empowers victims of partner and sexual violence. The Holiday Shoppe helps more than 100 families annually, providing the opportunity for TESSA’s adult and child clients to exchange free pre-wrapped holiday gifts as they work to build lives of safety and self-sufficiency.

PPA volunteers collected 125 items — a little less than average, but a number they though was good considering the pandemic. So far, they’ve donated 1,200 items to the Holiday Shoppe over the last 6 years. The team reports they were excited to show the community what “Being Good without God” looks like!


This is just a sample of the hard work of BBN teams put in every month to repair damages caused by inequality and environmental neglect. Starting in 2021, we want to turbo-charge BBN teams, helping them expand their impact and organize against the causes of inequities in their communities. It’s an ambitious goal, and we’re counting on you to make it happen. When you have a moment, please chip in a little to FBB here.

 

Button: Imagine. Give.

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27. Januar 2021
von AWQ
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Gedanken zu: Impulse von Stadtpfarrer Buß: “Gedenken an Befreiung des KZ Ausschwitz [sic]”

Auschwitz

Gedanken zu: Impulse von Stadtpfarrer Buß: “Gedenken an Befreiung des KZ Ausschwitz [sic]”, veröffentlicht am 27.01.21 von osthessennews.de

Darum geht es

Anlässlich des 76. Jahrestages erinnert Stadtpfarrer Stefan Buß aus Fulda heute an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz und nutzt das Gedenken und das Leid der Opfer für religiöse Verkündigungszwecke.

Am 27. Januar 1945, wurde das Konzentrationslager Auschwitz durch die Rote Armee befreit.
(Quelle der so als Zitat gekennzeichneten Abschnitte: Impulse von Stadtpfarrer Buß: “Gedenken an Befreiung des KZ Ausschwitz”, veröffentlicht am 27.01.21 von osthessennews.de)

Quelle: erzaehlmirnix
Quelle: erzaehlmirnix.de*

Zunächst fasst Pfarrer Buß kurz die furchtbaren Eckdaten des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz zusammen. Er berichtet über das unvorstellbare Leid der Opfer, die Befreiung und über den Umgang mit der Erinnerunng.

Statt es dabei zu belassen, muss Herr Buß noch seine katholischen Gottesreichphantasien ins Spiel bringen. Offenbar ohne zu bemerken, wie unpassend und unangemessen die Vermischung von irdischer Wirklichkeit und religiöser Wunschvorstellung gerade in diesem Fall ist.

Katholische Kirche, das 3. Reich und der Kommunismus

Sehr viel gäbe es zu schreiben über das für beide Seiten förderliche symbiotische Verhältnis zwischen der katholischen Kirche und der Nazidiktatur.

Dieses dunkle Kapitel der jüngeren Kirchengeschichte taucht so gut wie nie in religiösen Verkündigungen auf. Da erzählt man lieber von den wenigen Priestern und Gläubigen, die sich gegen die Linie ihrer Kirche stellten und wegen ihres Widerstandes verfolgt und auch ermordet worden waren.

A propos Rote Armee: Auch die Bekämpfung des Kommunismus durch den Vatikan (Begründung: Der Kommunismus ist materialistisch und antichristlich) wäre sicher mal eine nähere Betrachtung wert.

Dass es die Rote Armee war, die die Überlebenden des KZ Auschwitz befreit hatte, hatte an der Haltung der katholischen Kirche zum Kommunismus augenscheinlich nichts geändert.

“Indem ich mich der Juden erwehre…”

Die Gesamtzahl der in Auschwitz getöteten Juden liegt bei etwa 1,5 Millionen Menschen; darunter viele Kinder. Auschwitz – das steht für die systematische Vernichtung von Menschenleben.

Der bis heute nicht exkommunizierte Katholik Hitler (“Vermutlich stand im Hintergrund der Zweifel, ob man ein legales Staatsoberhaupt einfach so exkommunizieren kann, wo es doch im Römerbrief heißt: Alle staatliche Obrigkeit kommt von Gott, wer sich gegen die staatliche Obrigkeit auflehnt, lehnt sich gegen Gott auf.” – Quelle: kiz-online.de: Kirchenhistoriker Hubert Wolf: Warum wurde Hitler nicht exkommuniziert?) konnte die christliche Lehre problemlos für seine Zwecke instrumentalisieren:

  • Kurz, knapp und eindringlich heißt es am Ende des antisemitischen Zentralkapitels von “Mein Kampf”: “Siegt der Jude mit Hilfe seines marxistischen Glaubens­bekenntnisses über die Völker dieser Welt, dann wird seine Krone der Totentanz der Menschheit sein, dann wird dieser Planet wieder wie einst vor Jahrmillionen menschenleer durch den Äther ziehen. Die ewige Natur rächt unerbitterlich die Übertretung ihrer Gebote. So glaube ich heute im Sinne des allmächtigen Schöpfers zu handeln: Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herren.”
    (Zit. n. feinschwarz.net: Rainer Bucher: “Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herren.”)

Krasse Selbstüberschätzung

Kommen wir nun zur christlichen Deutung (genauer: religiösen Vereinnahmung und Instrumentalisierung) des Holocaust durch Stadtpfarrer Stefan Buß:

Wenn wir uns als Christen erinnern, so heißt das immer auch, dass wir uns von Gott erinnern lassen, dass dort, wo Menschen erniedrigt, entwürdigt, entmenschlicht werden, Gott selbst erniedrigt, entwürdigt und geschändet wird.

Wenn sich jemand seine Weltanschauung durch Fantasiewesen wie Götter, Geister oder Gottessöhne erweitern möchte, dann ist das seine Sache.

Diese Hirngespinste dann allerdings in einer öffentlichen Verkündigung mit dem realen Leid von realen Menschen in Verbindung zu bringen, erscheint mir geradezu widerwärtig ignorant und/oder arrogant.

Es zeugt meines Erachtens von einer stark verzerrten Wahrnehmung und einer krassen Fehleinschätzung bezüglich der Relevanz der religiösen Glaubensfiktionen.

Herr Buß instrumentalisiert hier reales Leid von realen Menschen, um seiner Göttereinbildung Relevanz anzudichten.

Religiöser Wunsch und irdische Wirklichkeit

In Anbetracht dieser Selbstverständlichkeit, mit der Herr Buß hier religiöse Fiktion und irdische Wirklichkeit vermischt, halte ich diese Klarstellung einmal mehr (und wohl auch noch lange nicht zum letzten Mal) erforderlich:

  • Ausnahmslos alle Götter sind menschliche Phantasieprodukte.
  • Kein einziger Gott ist jemals außerhalb menschlicher Einbildung und Wunschvorstellung, sondern tatsächlich nachweisbar in irgendeiner Form im irdischen Geschehen in Erscheinung getreten (andernfalls müsste man ja an Götter nicht glauben).
  • Wer behauptet, man könne sich von einem Gott an irgendetwas erinnern lassen, täuscht seine Zuhörer und führt sie in die Irre.

Kaum vorstellbar, dass ein solcher Hinweis im 21. Jahrhundert in einem zumindest auf dem Papier säkularen Industriestaat mit Schulpflicht noch erforderlich ist.

Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer…

Denn im Kern ist die Botschaft vom Anbruch des Reiches Gottes die Botschaft von der kompromisslosen Solidarität, ja sogar von der Identifikation Jesu mit den Entrechteten. “Was ihr dem Geringsten meiner Brüder und Schwestern getan habt, habt ihr mir getan” (Mt. 25,40)

Die Rhetorik von Hitler, aber auch die Predigten der ihm wohlgesonnenen Bischöfe und Priester machte es den Christen einfach, das von Hitler versprochene “1000jährige Reich” mit jenem “Reich Gottes” in Verbindung zu bringen oder direkt gleichzusetzen, dessen Errichtung sich die Kirche auf die Fahnen geschrieben hatte und bis heute hat.

Solang man sich über die Besetzung der irdischen und des himmlischen Führerposten einig ist, passen absolutistische politische und religiöse Ideologien und ihre Narrative perfekt zueinander.

Um eine biblische Legitimation für den Holocaust zu konstruieren, braucht man bei der von Herrn Stadtpfarrer Buß zitierten Stelle nur einen Satz weiterzulesen:

  • Dann wird er zu denen auf der Linken sagen: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!
    (Mt 25, 41 EU)

Nazi-Ideologen und -theologen fanden nicht zuletzt mit dem in der biblisch-christlichen Lehre enthaltenem Antisemitismus mehr als genug Punkte, um die Juden auch aus christlicher Sicht zu den “Verfluchten” erklären zu können.

Tobt, ihr Völker! Ihr werdet doch zerschmettert.

“Denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen” (Jes.9,1b).

Auch bei dieser zitierten Bibelstelle braucht man nur einmal umzublättern, um noch weitere Rhetorik zu finden, die hervorragend geeignet ist, um Hass zu schüren:

  • Der HERR sprach weiter zu mir und sagte: […]Tobt, ihr Völker! Ihr werdet doch zerschmettert. Horcht auf, ihr Enden der Erde! Rüstet nur! Ihr werdet doch zerschmettert. Rüstet! Ihr werdet zerschmettert. Macht einen Plan! Er wird vereitelt. Verabredet eine Sache, sie kommt nicht zustande. Denn Gott ist mit uns.
    (Jes 8, 5-10 EU)

Wen interessiert es schon, welche Völker hier eigentlich gemeint waren. Hauptsache Gott mit uns!

Die Bedeutung des Christentums für die Erinnerung an Auschwitz

Wir wagen, diese Leidensgeschichte anzusprechen und uns zu ihr vor dem Angesicht Gottes klagend und betend zu bekennen, im Vertrauen auf den gekreuzigten und auferstandenen Christus, der uns seine Erlösung zugesagt hat. So wollen wir der Opfer gedenken und uns darum bemühen, dass solche Ereignisse nie mehr teil deutscher Geschichte werden.

An das Leid der Opfer und an die Verbrechen der Nazidiktatur zu erinnern, halte ich für richtig und wichtig.

Das christliche Glaubenskonstrukt spielt für dieses Gedenken und Erinnern nur insofern eine Rolle, als dass man auch nicht vergessen sollte, wie hervorragend das Christentum zur Legitimierung der Naziverbrechen geeignet war.

Und dass die katholische Kirche bis heute auf die Erfüllung der Reichskonkordatsverträge besteht, mit denen das Naziregime die Kirche von den Vorzügen gegenseitiger wohlwollender Unterstützung überzeugt hatte und von denen sie bis heute profitiert.

Außerdem zeigt der Holocaust, dass es keinen Gott gibt, der als allmächtig und allgütig bezeichnet werden kann.

Und abgesehen davon gebietet es meines Erachtens der Respekt vor den Opfern, wenigstens in diesem Zusammenhang eine Umdeutung zur Verbreitung der eigenen religiösen Agenda (bzw. Realitätsverweigerung) zu unterlassen.

*Veröffentlichung des erzaehlmirnix-Comics mit freundlicher Genehmigung der Urheberin, auch auf Facebook und Twitter

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27. Januar 2021
von Phil Mistry
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Man Loses HR Day Job, Becomes WaPo and NY Times Photographer

At the beginning of 2020, Cornell Watson’s full-time job was in human resources. At the end of the year, he was shooting for the New York Times and Washington Post and creating fine-art projects for which he has received a $20,000 grant award.

“The Kitchen Table Incident” inspired by John Wilson’s “The Incident” and Carrie Mae Weems

“I got into photography about two and a half years ago right before our daughter was born,” Watson tells PetaPixel. “I really wanted to document our new adventure of being parents.”

And then Watson started photographing his friends and their children. Then it was the neighbors. Soon it escalated very quickly to family photography.

Righteous Rage

“I worked in talent acquisition for eight years,” says Watson, who graduated with a marketing degree from North Carolina A&T State University. “Up until June of last year, I’ve worked a full-time job while doing family photography as a business on the side. I was laid off on Juneteenth of 2020, which fell on a Friday.”

One of his followers on Instagram worked at Durham magazine in North Carolina as a staff photographer. She referred his information to them when the opportunity came up.

Boot Straps

“That following Monday, I was interviewing with Durham magazine, and I’ve been a full-time photographer since,” says Watson.

Watson got his first assignment for Durham to photograph cartoonist Keith Knight and his family. Knight is the writer and co-producer for the “Woke” comedy show on Hulu.

Allostatic Load

“We had an awesome time, and he called me about three weeks later because he wanted me to photograph him for the story The Washington Post was doing,” remembers Watson. “And that was the first story I photographed for them.”

Around the same time, he had finished the photos and the writing for Behind the Mask, a personal photo project he was working on. He pitched it to Kenneth Dickerman, the photo editor at the Washington Post, which ran it, “and the rest is history as they say.”

Dunbar Boys – portrait of my best friend and his boys

“Behind the Mask is not only a powerful collection of images and words, it is extraordinarily timely and relevant,” says Dickerman. “It is a reminder, to me, that sometimes I just need to shut up and listen to voices that have long been undervalued and underrepresented.”

35
The Drowning

Here’s an excerpt from Watson’s artist statement:

This photo series is in honor of my ancestors who smiled when they were not happy, laughed when nothing was funny and cried when they were not sad so that I could be here today.

This is for the time we cut or straighten our hair to be “professional.” For the times we pretend to be happy around our managers after seeing photos of them in Blackface…For the times we change our voices and profile pics to make hotel and dinner reservations. For the times we pretend to be strong when we are dying from the weight of racism…This is for all the times we wore the mask.

Keith Knight for the Washington Post
Verona Middleton-Jeter reflects on her memories of Princess Diana
Self-portrait on film

The title is inspired by the poem by Paul Lawerence Dunbar, “We Wear the Mask.” Most of the images in Behind the Mask are in black and white.

“I love black and white as I felt black and white would really allow the viewer to feel the emotions of the photos,” the photographer says.

Watson is the recipient of The Alexia grant for his personal work, Behind the Mask. The Alexia is a grant of $20,000 provided by S.I. Newhouse School of Public Communications at Syracuse University in New York.

For Reg Campbell
Gena Marie – black aerialist
Weldon

“The Alexia promotes the power of photojournalism to give voice to social injustice, to respect history lest we forget it, and to understand cultural difference as our strength—not our weakness,” says the proclamation on the Syracuse University site.

Getting the feature into the Washington Post opened the door to shooting election coverage.

Untitled – inspired by Gordon Parks’ American Gothic
Egg Shells
Survivors Guilt

Watson uses Fuji X-T3 cameras and Godox lighting gear. He shoots in RAW and uses Lightroom for editing.

“I’m quicker than I use to be with post-processing, but it still takes time,” he says.

Watson’s press images were spotted by the New York Times, and they commissioned him for a story on “How Black Parents Survived 2020.”

Does Watson see a difference between shooting for a local magazine and a national paper?

“With the magazine, the stories are about attracting people to the city,” says Watson. “They are all feel-good stories. The stories for the NYT and WaPo are not all feel-good stories. These stories have a much larger impact. They have the potential to impact policy or influence personal views. The work is more meaningful in a way.”

“The last two years have felt like I was on a photography crash course,” says Watson. “I’ve attended two in-person photography conferences with the Family Narrative. The topics ranged across documentary, editorial, and commercial. I’ve taken a ton of courses on editing, lighting, writing, etc. While I had zero editorial experience, I have prepared.”

Dr. Jason Willimas
Untitled – self portrait of me in the garage

“Lighting is one of the rabbit holes I will be going down for sure this year,” says Watson about his future plans. “I want to find something funky and weird. Ha-ha. Writing is another rabbit hole I’ll be jumping down. Writing adds another dimension to the visuals. There is so much to say, and having that in the tool belt really helps.”

“The goal for [the future] is to spend more time hearing stories, creating concepts, and executing,” he says. “This award [The Alexia grant] allows me to take the time to solely focus on that because I didn’t have that opportunity last year. I was working a full-time job while trying to do all these things for the project.”


About the author: Phil Mistry is a photographer and teacher based in Atlanta, GA. He started one of the first digital camera classes in New York City at The International Center of Photography in the 90s. He was the director and teacher for Sony/Popular Photography magazine’s Digital Days Workshops. You can reach him via email here.


Image credits: All photos by Cornell Watson and used with permission

27. Januar 2021
von Jaron Schneider
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Fujifilm Pokes Fun at ‘Leaked’ Cameras in Clever Commercial

As part of its launch for the GFX100S medium format camera, Fujifilm has published a commercial that pokes fun at the idea of “leaked” tech products. While it stops short of referencing rumor sites, it does play with an idea that has actually happened.

In what seems like a clear reference to a case where an Apple engineer left a prototype iPhone in public in 2010. In the commercial, a Fujifilm engineer, still dressed in a colorful Hawaiian shirt and lei, leaves the $6,000 camera at a breakfast buffet in Oahu.

In the iPhone case, a 27-year-old software engineer who was at the time field-testing Apple’s unreleased fourth-generation iPhone accidentally left it at the bar of a German restaurant in Redwood City, California. It is one of the few documented examples of Apple’s now-legendary sphere of secrecy was breached.

In the commercial, the camera thieves threaten to (and actually start to) delete sensitive Fujifilm product launch imagery unless their demands are met. Capitulating, the Fujifilm employees eventually ask to hear what the thieves want.

The commercial takes a turn for the silly when the demands are just for the camera to retail for $6,000, which was Fujifilm’s intent the whole time.

Fujifilm missed an opportunity to poke fun at data leakers like FujiRumors, who had posted pricing and photos of the camera well ahead of the product’s official announcement. The commercial could have shown the thieves threatening to share photos of the camera online instead of deleting the company’s treasured launch content, which is a more realistic scenario.

That aside, the commercial is a funny and lighthearted take on tech product launches and is extremely well produced. If you’re interested in reading more about the FujiFilm GFX100S, you can read PetaPixel’s full coverage of the camera here.

27. Januar 2021
von Meldung
Kommentare deaktiviert für HRA: Schalke 04 übernimmt Arbeitsdefinition Antisemitismus

HRA: Schalke 04 übernimmt Arbeitsdefinition Antisemitismus

Staatlich finanzierte Kulturfunktionäre lehnen sie ab, Schalke hat wendet sie ab jetzt an: Schalke Die  Arbeitsdefinition Antisemitismus der International Holocaust Remembrance Alliance (HRA). “Antisemitismus, die Feindschaft gegenüber Juden, ist keine Erscheinung der Neuzeit, sie reicht sogar bis in die Antike zurück. Viele Formen – meist getarnt – sind aber neu: Hinter Aussagen wie „Das wird […]

Der Beitrag HRA: Schalke 04 übernimmt Arbeitsdefinition Antisemitismus erschien zuerst auf Ruhrbarone.

27. Januar 2021
von Alan Adler
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Fixed Prime Lens Photography — Zoom by Cropping

I haven’t lusted for a fixed prime camera because it’s so easy for me to mount a short prime lens on my ILC. But I am intrigued by the idea of walking around with a short prime on my camera, even though it is limiting compared to walking around with a zoom.

We can zoom our prime shots by cropping.

Most full-screen images published online are 1200 to 1500 pixels wide. My Sony a6400 sensor is 6000 pixels wide, so there’s room to crop or resize. When I crop out a fourth of my original frame, the field of view approximates a 4x longer lens. Thus my 32mm shot crop below has the field of view of about a 135mm lens.

The examples below were shot with my 18-135mm zoom to create images with various focal lengths lenses.

This is the original 135mm focal length image downsized from 6000 to 1500 pixels for sharing or publication online:

This is a 32mm focal length image shot from the same place, cropped to 1500 pixels wide :

Here are 500 pixel crops taken out of above two images to aid pixel peeping:

Crops from 135mm image (left) and from 32mm image (right).

Theoretically, the 135mm image should be better because when it was resized from 6000 pixels wide down to 1500 pixels, extra information was packed into the resized image. But it’s very difficult to detect that, even with the help of these crops.

None of the above images were sharpened. But I normally sharpen because, when done in moderation, it’s a free pass to improved image quality.

You can push the 4:1 ratio farther if you’re willing to accept the image degradation caused by upsizing your cropped image. I tried upsizing a pic of this scene shot with my lens at 18mm. It required upsizing 1.88x and looked pretty rough. Next I tried simulating a pic of the scene as if shot at 26mm which required 1.25x upsizing. Here is a crop of it compared to the others:

From 135mm image (left), from 32mm image (center), and from 26mm image (right).

And above is the full image. This required 1.25x upsizing and 50% sharpening. The ratio between this shot and the original 135mm shot is about 5.3x.

My take on this experiment is that, if my shared or published images are 1500 pixels wide, cropping out a fourth of my 6000-pixel frame produces image quality that’s very close to a resized image shot with a lens of 4x longer focal length. And with slight degradation I can push the ratio 5.3x. 4x is like a 35mm lens that can be cropped to range from 35mm to 140mm. 5.3x would be like 35mm to 185mm.

This same criteria applied to a 61-megapixel Sony a7R IV with its 9565 pixel sensor width would permit a ratio of 6.38x which is like 35 to 223mm or 35 to 279mm with 1.25x upsizing.

Now let’s consider how this applies to some fixed prime cameras:

The Leica Q sensor is also 6000 pixels wide and the lens is 28mm. The same criteria would allow a range of 28mm to 112mm or 28mm to 140mm with 1.25x upsizing.

The Leica Q2 sensor is 8368 pixels wide and the lens is 28mm. The same criteria would allow a range of 28mm to 156mm or 28mm to 195mm with 1.25x upsizing.

The Fuji X100V sensor is 6240 pixels wide and the lens is 23mm. The same criteria would allow a range of 23mm to 96mm or 23mm to 120mm with 1.25x upsizing.

You can do your own experiments by shooting the same subject, from the same spot, with focal lengths that differ by 4x, 5x, or whatever ratio you want to try.


About the author: Alan Adler lives in Los Altos, California. He has been an avid photographer for 60 years. He is also a well-known inventor with about 40 patents. His best-known inventions are the Aerobie flying ring and the AeroPress coffee maker.

27. Januar 2021
von Matthias Matting
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Was ist der optimale Tag zum Veröffentlichen meines Buches?

Heute. Okay, morgen, wenn es heute zu spät wird oder die Fußball-Nationalmannschaft spielt.

Lange Antwort: Es gibt keinen optimalen Veröffentlichungstermin. Natürlich verkaufen sich Bücher an manchen Tagen besser und an anderen Tagen schlechter. Aber Bücher, die nicht veröffentlicht sind, verkaufen sich gar nicht. Egal, mit welchem Tag Sie vergleichen, ein nicht erhältliches Buch wird sich an jedem Tag schlechter verkaufen.

Sollte ich einen Tag wählen, an dem viele Bücher verkauft werden?

Klingt gut – aber: Selbst wenn alle Fans sofort zugreifen, wird Ihr Buch es dann deutlich schwerer haben, einen oberen Rang zu erklimmen. Wer Sie noch nicht kennt, findet Ihr Buch dann nicht.

Dann wähle ich einen Tag, wo nichts los ist?

Theoretisch eine prima Idee. Ihre Fans kaufen Ihr Buch, es rutscht nach oben, wird sichtbar… Tja, und dann gibt es nicht genug Leser*innen, damit Sie auch etwas davon haben. Sie sind zwar kurzzeitig recht weit oben, doch da Sie in der Summe nicht so viel verkaufen wie an einem guten Tag, rutscht Ihr Buch auch schnell wieder ab. Ins Bestseller-Ranking fließen ja auch die Zahlen der Vortage mit ein, und dabei ist es dem Algorithmus egal, ob das generell gute oder schlechte Tage sind.

Amazon wechselt die Titel bei Prime Reading – da warte ich lieber?

Bei der Ersteinführung hat die Gratis-Flatrate Prime Reading tatsächlich die Charts durcheinander gewirbelt. Danach haben sich alle gewundert: Die Verkaufszahlen waren etwa gleich geblieben, die gelesenen Seiten leicht gesunken. Prime Reading zeigt schön, wie unwichtig die Bestsellerliste eigentlich ist. Lassen Sie sich also nicht davon abhalten, Ihr Buch zu veröffentlichen, wenn gerade ein neuer Zyklus ansteht. Die Auswirkungen sind inzwischen auch gar nicht mehr so dramatisch.

Kurz vor einer Buchmesse wäre vielleicht ein schöner Termin?

Ja, weil sich dann die Aufmerksamkeit auf Bücher richtet. Und wenn Sie die einzige Autor*in auf der Welt wären, würden alle Augen auf Sie blicken. Dem ist aber leider nicht so. Viele andere Titel werben zu Buchmessen um Aufmerksamkeit.

Wäre wegen der AllStar-Boni nicht der Monatsanfang am besten?

Korrekt ist: die gelesenen Seiten werden zur Berechnung des AllStar-Bonus immer über einen Kalendermonat addiert. Sollte ich da nicht am Monatsanfang bessere Chancen haben? Die Spekulation würde vielleicht aufgehen, wenn Sie genau wüssten, wann Ihr Buch viel gelesen wird. Aber meist dauert es etwas, bis die KindleUnlimited-Leser*innen zugreifen und bis dann auch ihre Seiten übermittelt werden. Und wenn alle deshalb am Monatsanfang veröffentlichen, ist dort der Wettbewerb besonders groß, sodass Sie vielleicht gar nicht so viele Seiten zugerechnet bekommen, wie Sie gehofft haben.

Im Sommerloch, da müsste doch sogar ich Chancen haben!

Richtig, in warmen, sonnigen Sommermonaten verkaufen sich Bücher eher schlecht (auch im Februar oder November übrigens). Das gilt aber für alle Titel. Warum sollte sich ausgerechnet Ihres besser verkaufen? Und selbst wenn Sie den allgemeinen Trend schlagen – zu Weihnachten hätten Sie weitaus mehr von Ihrer Top-100-Platzierung …

Weihnachten – das ist also der optimale Zeitpunkt?

Zu Weihnachten wurden in den vergangenen Jahren stets viele E-Reader verschenkt, also gab es spätestens ab 25. Dezember eine Vermehrfachung der E-Book-Verkaufszahlen, die meist bis Mitte Januar anhielt. Wenn Sie es schaffen, hier einen Spitzenplatz zu belegen, klingelt der Geldbeutel. Allerdings ist der Effekt erstens inzwischen deutlich geringer und er ist zweitens kein Geheimnis zwischen uns beiden. Nicht nur andere Selfpublisher, auch die Verlage wissen darum und kämpfen gerade rund um das Geschenkefest um gute Platzierungen. Und da rechnen Sie sich ausgerechnet mit Ihrer Neuerscheinung gute Chancen aus?

Was bei einer Veröffentlichung wirklich wichtig ist

Glauben Sie mir nun, dass es keinen perfekten Zeitpunkt gibt? Veröffentlichen Sie Ihr Buch, wenn es fertig ist. Aber beachten Sie dabei die richtige Veröffentlichungs-Strategie, die auf die Amazon-Algorithmen Rücksicht nimmt.

  • Tag 1 – Veröffentlichung (Freischaltung dauert meist maximal 24 Stunden)
  • Tag 2 – Sie kaufen ein Exemplar, prüfen, ob es nicht irgendwelche dummen Fehler enthält. Wenn ja: zurück zu Tag 1. Wenn nein: Sie warten, bis das E-Book einen Verkaufsrang hat. Das kann 48-72 Stunden dauern.
  • Tag 4 – Der Verkaufsrang ist da. Jetzt (nicht vorher) weisen Sie Ihre Fans darauf hin, dass Ihr Buch existiert. Anderenfalls verlieren Sie Käufe für das Ranking. Starten Sie außerdem mit einer Leserunde bei Lovelybooks oder einer anderen Aktion, um Rezensionen zu erhalten (idealerweise haben Sie dazu eine gedruckte Version vorbereitet). Geben Sie sich dafür zwei Wochen Zeit (mindestens).
  • Tag 20 – Ihr Buch sollte nun auch einige Rezensionen angesammelt haben, außerdem sollte auch die “Kunden kauften auch”-Rubrik gefüllt sein. Falls Sie mit der durch die Käufe Ihrer Fans nach dem Versand Ihres Newsletters erreichten Platzierung noch nicht zufrieden sind, starten Sie jetzt mit einer Marketing-Aktion. Für Neulinge empfehle ich eine Gratisaktion, ansonsten eine Preisaktion. Schalten Sie rechtzeitig Werbung auf den einschlägigen E-Book-Portalen!

27. Januar 2021
von Barbara Oertel
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Repressionen in Kasachstan: Hütte dicht!

Immer mehr NGO's werden Ziel behördlicher Schikanen – angeblich wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten. Betroffene sprechen von politischen Motiven. mehr...

27. Januar 2021
von Shuya Ohno
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Memento Mori: My Late Father and His Love for Photography

My father Ohno Tsuneya (Oct 9, 1937 – Dec 23, 2017) was born into a peaceful small town in the hilly countryside of Saitama prefecture, a few hours by train from Tokyo.

His hometown, Chichibu, nestled among small mountains provided an ideal playground for a young mind to explore fields of wildflowers filled with insects, forests reverberating with cicadas all summer, and brooks and streams with nymphs, tadpoles, crayfish, and minnows. In town, he gathered with other schoolchildren on Sundays and spent his pocket change on candy so he could listen to the local kamishibai busker tell stories with his hand-painted pictures depicting fantastical illustrations of ghouls and heroes.

Post-War children watching kamishibai in 1955 – from Human Symphony: The Photo Exhibition of Tanuma Takeyoshi, from the exhibition catalogue. Tokyo Metropolitan Museum of Photography. 2004.

Like any boy during that time, he played baseball – that American import that’s also quintessentially Japanese. Like me, my father was slight in build, tall and lanky. Not athletic but loved to hike, ski, and explore. When the fever of war swept across the country, my father, like all the young boys his age, were indoctrinated at school to defend the motherland, and with their spindly arms taught to hold and wield bamboo poles as spears to poke at straw effigies of enemy soldiers.

My father in baseball uniform. Date and photographer unknown.

As the youngest of four siblings, my father had freedom to play. His father, a local politician, was a man of airs and appetites, a connoisseur who raised renowned hunting dogs that he had imported from Scotland. All the filial duties and expectations to succeed fell on my uncle, my father’s elder brother who my father no doubt worshiped.

World War II and the devastation of the country left Japan with a per capita income less than that of India at the time. Late in the war, Tokyo in a single firebombing raid saw over 100,000 civilians killed, over a million homeless. Food was scarce. My mother’s mother sold off kimonos to buy rice and sewed the rice into blankets to smuggle from the countryside to Tokyo for family. My father’s mother had to smuggle rice from more rural areas back to Chichibu. After the war, Japan threw itself into the long arduous task of rebuilding the country and society. My grandfather Ohno Tetsu died in 1950, during the American occupation of Japan. He was 46 years old.

My grandfather (second from right) with his prized hunting dogs. Date and photographer unknown.

My uncle Ohno Mitsuya sailed to the US to study journalism at the University of San Francisco. He never returned. Suffering from Marfan’s syndrome, he died presumably of a burst aortic aneurysm. He was only 23 years old. My father was still a teenager – and was now the only man of the house.

My uncle Ohno Mitsuya, boarding steamer to travel to San Francisco from Tokyo Bay. He is flanked by his two sisters, my aunts Noriko (left) and Kazuko (right). My father is in the back, second from left. Date and photographer uncertain.

He came out to Tokyo to study at 9 years old, and eventually went on to study medicine at Jikei Medical University – the school he would later return to as a researcher and professor. He met my mother, Taniguchi Makiko when he was a student, bicycling across town to see her.

My mother was born on the first day of summer in 1940 in Tokyo, though her family hailed proudly from Kagoshima, the southern holdout of the last of the samurai. Her father Taniguchi Eizo served in the capital as an attorney for the City of Tokyo. During the war, her family fled to the countryside near Hiroshima after their house in Tokyo was firebombed. Eizo continued to work in Tokyo. On August 6th, 1945 my mother was 5 years old, playing when she and her mother saw a flash in the sky in the distance – it was the first atomic explosion and the end of the war. Eizo did his legal duty and served as a defense attorney during the Tokyo War Crimes Tribunal.

The Taniguchi family: From left, my mother, Makiko, held by her sister Hamako, sister Hiroko, her mother Emi, younger brother Masamitsu, father Eizo, and sister Fusako.

Like my father’s father, Ohno Tetsu, my mother’s father Taniguchi Eizo died in 1950. He was 56 years old.

My father was 13 and my mother was 10 years old when they lost their fathers. My mother’s mother, Emi, died after struggling with severe depression for eight years. My parents came of age without having a father in their lives.

My father hiking. Dates and photographers unknown.
My mother’ student portrait. Dates and photographers unknown.

My father loved photography – the art, the activity, the ritual, the tools. One of the last times he and I shared an outing was a brisk February Sunday in 2004, a day before my 38th birthday. We spent the afternoon at the Tokyo Metropolitan Museum of Photography to see a retrospective of Tanuma Takeyoshi. The exhibit spanned 60 years of Tanuma’s career, beginning with images of post-War children in Tokyo from 1949 that he took as a young apprenticing photojournalist.

In 1956, the Family of Man exhibition came to Tokyo. Tanuma was inspired by this exhibition and went to see it again and again. So did my father. The exhibition is still regarded as a grand undertaking, 503 photographs from 68 countries – its magnitude matched only by its own hubris and that of its curator, the photographer Edward Steichen.

My father, Michi, and me on Bear Mountain.

However naïve it may seem today, the driving aspirations and ethos of the exhibit, to capture and encompass humanity in its multitudes as a single connected family, was situated firmly in the liberal ideology of its time, reflected in the contemporaneously articulated charter of the United Nations:

We the peoples of the United Nations determined to save succeeding generations from the scourge of war…to reaffirm faith in fundamental human rights, in the dignity and worth of the human person, in the equal rights of men and women and of nations large and small, and… to promote social progress and better standards of life in larger freedom.

My father before a camping trip, camera ready at his hip.

The post-war Japanese intellectual of the late-Twentieth Century was an amalgam of times and cultures. Adorned with a black beret or a bucket hat, tucked into a turtleneck, the aficionado of culture and the cool connoisseur of consumer goods practiced as an amateur naturalist, a hobbyist polymath, and a citizen of the world. Simultaneously Modern and Romantic, the intellectual eccentric saw himself as hero, like a Sherlock Holmes – a Victorian avatar that still stubbornly abides in Japan.

It is not surprising then that my father left us in the United States and returned to Japan. He had brought us, my mother and my brothers, Shinya and Michiyuki to the US when I was 6 years old. My parents remained a married couple – we were still a family – just separated by 13 time zones and 6,740 miles. He left when I was 14. I had worshiped him until then.

Family portrait with Christmas tree. Shot with a self-timer in our apartment in Fort Lee, NJ. ca. 1974

Throughout my high school days, I felt his absence and filled it with rage. I was angry at myself for feeling angry toward my father – I felt like I was desecrating some sacred filial code. I drove my mother crazy, at times to tears. She deserved none of it. It took me into adulthood until I stopped following in his footsteps and abandoned science, until I worked feverishly making art, and then making social justice change that I felt relieved of my anger, forgiving my father and accepting and understanding him. He never saw it as abandonment, just a temporary necessity dictated by his work ethic. My mother eventually joined him after Michi graduated from Rutgers. Michi was perhaps the most American of us for having grown up in the US since he was 3 years old, but he too went to settle back in Tokyo.

I inherited my father’s 1956 Leica M3 (#831611). It’s not that he bequeathed it to me. I claimed it a couple of days after he passed away. I like to believe he would have set it aside for me – but perhaps he meant to sell it. I didn’t know this M3 existed until I was rummaging through his cabinet of classic cameras, divvying up the collection between my brothers and myself. It was not a camera I had ever seen him use. He used a Nikormat while we all lived in the US. He gave that camera to my brother Shinya. My father used a black Leica M6 after that. But I knew what the M3 meant to him. We had years ago discussed its lineage and its reputation as the pinnacle of craft and industrialization, the greatest camera of the 20th century.

Industrialization and the availability of the easy point and shoot 35mm camera became a turning point for the modern world. Susan Sontag in her seminal essay, “Photography,” first published in the New York Review of Books in 1973 presaged my father’s relationship to his camera.

“The very activity of taking pictures is soothing,” she wrote, “and assuages general feelings of disorientation that are likely to be exacerbated by travel.” For my family, it was not travel but immigration in 1972 – jarring and alienating. Language proficiency, or rather its lack, always kept my father a little apart from interactions, a little behind in conversations. I could always see his desire to drop the bon mot, the jokes and puns he had in his head, if only he had mastery over English the way he had over Japanese. Instead, he had his camera. Sontag continued, “Most tourists feel compelled to put the camera between themselves and whatever is remarkable that they encounter.” It is a fine instrument for capturing and collecting moments but also a tool for defense.

My father taking a photograph with his Nikormat at a Bicentennial rooftop party. Photo by his close friend and colleague, Raymond Sweet. NYC, July 4th, 1976.

Her essay is still incisive, perhaps more so with the advent of the cellphone. “People robbed of their past seem to make the most fervent picture-takers, at home and abroad. Everyone who lives in an industrialized society is obliged gradually to give up the past, but in certain countries, such as the United States and Japan, the break with the past has been particularly traumatic.” Migration only exacerbates this break.

For the last two years of his life, my father was bed-ridden in the hospital. He was intubated and then given a tracheotomy, taking his voice. By the end, he lost his desire to communicate, left his thick glasses by the bed, and no longer cared if he could see.

My parents at Jikei University Hosptial. My father had undergone an aortic valve replacement surgery. Complications post-surgery kept him in the hospital for two years until his passing. My mother visited him every day. I took this photo with my father’s M6. 2015

I inherited from my father, not only his camera, but also his adulation for what he glimpsed in that Family of Man exhibit – a vision of humanity suffused with dignity and love for all people, an exaltation of the everyday, the celebration of the common person, and the democratization of art.

​Now I strive to take photographs that express my love for the world. And every time I pick up the M3, every time I press the shutter, it is a continuing conversation with my father. The viewfinder of this old camera is his eyes, as I ask him, “Do you see? Do you see?”

My wife, Medhanit Tekle with two local children in Aksum, Ethiopia. 2018. We were married about 6 months after my father’s passing. I took this during our honeymoon with the Leica M3.

All photographs are memento mori. To take a photograph is to participate in another person’s mortality, vulnerability, mutability. Precisely by slicing out this moment and freezing it, all photographs testify to time’s relentless melt. –Susan Sontag.


About the author: Shuya Ohno works in racial and social justice and is based in Washington, DC. The opinions expressed in this article are solely those of the author. You can check out Ohno’s photography on Flickr.

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