23. November 2019
von Andreas Gradert
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AUSTRIACUS Preisträger 2019

Seit 50 Jahren arbeitet die Lebenshilfe Salzburg daran, Menschen mit Beeinträchtigung ein selbstbestimmtes Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. Vorrangiges Ziel war es, den sperrigen Begriff der Inklusion in eine verständliche visuelle und verbale Sprache zu übersetzen. Die Kampagne zeigt wo Inklusion beginnt und Exklusion enden muss: in unseren Köpfen. Als starkes visuelles Merkmal verwenden wir eine gemalte grüne Augenbinde, die dieses Aufbrechen unterstreicht. Es ist gelungen, einige namhafte Persönlichkeiten für das Projekt zu gewinnen, die der Aussage „Gegen Barrieren in Kopf und Alltag“ ein Gesicht geben. Unter den Mitwirkenden finden sich neben Lebenshilfe-Mitarbeitern VertreterInnen aus Kunst und Kultur, wie etwa Julia Gschnitzer (Schauspielerin), Cornelius Obonya (Schauspieler), Erwin Steinhhauer (Schauspieler), Gerry Friedle (DJ Ötzi) und Christiane Meissnitzer (Sängerin). Weiter →

22. Oktober 2019
von Andreas Gradert
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Café Chrivo


goodnight.at war schon da, ebenso die frühstückerinnnen, und ich freue mich natürlich auch, direkt auf der anderen Straßenseite nun bei mir im Grätzl ein Café zu haben, das ein sehr ordentliches Frühstück und einen ebenso guten Espresso macht – wer mich kennt, weiß, wie wichtig mir der Espresso ist. :-) Weiter →

21. September 2019
von Andreas Gradert
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Conferences as the origin of internationalism

Durch Zufall habe ich bei einem Besuch des Flohmarkts am Naschmarkt vier gerahmte Karikaturen entdeckt und alle vier für 25€ inkl. Rahmen gekauft, handeln wollte ich dann nicht mehr. Weiter →

8. Juni 2018
von Andreas Gradert
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GWUP: 50.000 Euro Homöopathie-Challenge

Auf dem Blog von Onkel Michael, den ich übrigens allerwärmstens empfehle, ist in lustiger Form beschrieben, was es mit der Homöopathie-Challenge des INH auf sich hat. Jeder, der sich am Wochenende mal fix 50.000 Euro erchanneln will, ist dazu eingeladen.

Es ist eine interessante Frage, die nach dem Inhaltsstoff einer Tablette. Stellen wir uns mal vor, unser Oppa hat seine Medikamente herunter geworfen und jetzt liegen dutzende von weißen Tabletten durcheinander. Natürlich können wir zuerst nach Form und Größe sortieren, aber manche sehen auch gleich aus. Theoretisch könnten wir damit zum Chemiker gehen, damit der die Inhaltsstoffe mittels Massenspektrometer oder anderer Testverfahren bestimmt. Praktisch werden wir die gleichen Medikamente in ein Tütchen packen und beim nächsten Apothekenbesuch dort abgeben, um diese vernichten zu lassen. Weiter →

8. Juni 2018
von Andreas Gradert
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Hirn: Nachruf auf Franz M. Wuketits

Diesen sehr persönlichen Nachruf auf Franz M. Wuketits hat Michael Schmidt Salomon geschrieben, ein freischaffender Philosoph und Schriftsteller, Musiker und Sozialwissenschaftler, außerdem Mitbegründer und Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung. Er veröffentlichte u.a. philosophische Werke, Romane und Kinderbücher. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde er durch die Leitung öffentlichkeitswirksamer Aktionen bekannt. Als naturalistisch denkender Philosoph ist er häufig in Presse, Funk und Fernsehen vertreten. Weiter →

7. Juni 2017
von Peter Biebl
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VAXXED, und die Helden von Mikes Kino…

Ausnahmsweise in vollem Umfang, ohne Zusammenfassungen, übernehme ich den Blogartikel meines Freundes und GWUP-Kollegens Peter Biebl. Peter war mit zwei Kolleginnen unseres Stammtisches bei der Ausstrahlung vom Film VAXXED in einem Kino am Chiemsee, für das ich hier keine Werbung machen möchte, deswegen Linkfrei.Hier folgt also der Artikel von Peter über den abstrusen Abend:

Mann, was war das für ein abstruses Event!?

Wir befinden uns im Jahre 2017 n. Chr. Ganz Gallien ist von den Römern besetzt und nur dieses eine Dorf… So hätte man sich als Kinobetreiber gerne gesehen, bei der Ausstrahlung dieses komplett unsinnigen Fake-Filmes…

Ve und Claudia vom Stammtisch, und meine Wenigkeit haben sich zusammen im Kino in Prien am Chiemsee „Vaxxed“ angesehen. Das ist der Film von Andrew Wakefield, einem der zwielichtigsten Typen der Pharmaindustrie, der sich hier zu einer selbst-initiierten Lichtgestalt aufschwingt.

Auf Facebook wurde schon im Vorfeld der Film angepriesen:

Mikes Kino in Prien, seit Tagen ausverkauft, und als Schmankerl dann noch eine Diskussion mit Herrn Rolf Kron, Impfgegner und Homöopath.

Im Facebook gab es bald erste kritische Stimmen… mit soviel Gegenwind scheint man nicht gerechnet zu haben. Frau Andrea Hailer, die offenbar für die Vermarktung mehrerer kleiner Kinos zuständig ist, springt ein: Mikes Kino würde nur ein Forum zur Diskussion bieten und bezöge „keine Stellung“, und die Diskussion mache ihr „mehr Angst“ als das Thema selbst. Meine Frage, ob dann Salafisten die Korane verteilen, auch nur ein Diskussionsforum stellen, wurde leider gelöscht. Genauso wie die Vorgeschichte des Filmemachers, der aus finanziellen Interessen eine „Studie“ mit 12 (!) Personen zusammen murkste, und anschießend wegen Vorteilsnahme in Millionenhöhe seine Arztzulassung verlor. (ich kann dort auch nicht mehr kommentieren, mein „Recht auf Meinungsfreiheit“ gilt dort nicht…)

Die Tatsache, zum Film als Diskussionspartner mit dem Publikum auch noch einen Impfgegner einzuladen, bei gleichzeitiger Löschung vieler kritischer Kommentare, ließ schon von Anfang her tief blicken!

Man ist Überzeugungstäter, sonst hätte man auch keinem überführten Betrüger mehrere Wochen die Kinoleinwand überlassen – genauso wenig, wie man überführte Kaffeefahrt-Betreiber über den Wert ihrer Heizdecken und Kochtopf-Sets referieren lässt.

Moralisches Dilemma

Also, im Prinzip steht man bei so einem Film immer vor einem moralischen Dilemma: Gehst hin, und wirfst den Leuten den Preis für eine Kinokarte in den Rachen, dann unterstützt man dabei die Leute dieser Lobby: Die Kinobetreiber, den Regisseur, alle verdienen sie an der großen Verschwörung, an den einseitigen Bildern , und müssen auch nur minimal Gegenwind erwarten: Der Preis wirkt wie ein Filter.

Naja, wir haben es trotzdem gemacht. Die Filterbubble durchstoßen! Und ich kann voraus nehmen, dass es noch absurder war, als gedacht.

Schräger als die ganzen Artikel, die vorher über den Film berichteten…

Der Film

Es gab wieder eine kleine Einleitung. Frau Hailer beschwerte sich zuerst erneut über die vielen bösen Kommentare auf Facebook und auf der Homepage des Kinobetreibers. Ich weiß ja nicht in welcher Filterbubble die werte Dame lebt, aber es gibt halt doch sehr viele Leute, die das überhaupt nicht toll finden, wenn man dieser brutalen Ideologie skrupelloser Geschäftemacher Vorschub gewährt

Die Leier von Facebook wiederholt sich: Man möchte doch (mit diesem Propagandafilm) nur das Forum und so…, und Martina und Mike Engel sind ja so glücklich über die vielen Besucher und Einnahmen. Irgendwie war wohl noch ein Satz dazwischen, sonst wäre es wohl zu offensichtlich gewesen. Dann ging es los.

Also der ganze Plot basiert auf Telefonmitschnitten eines Dr. William Thompson, dem Mitarbeiter einer Studie des „CDC“, des „Center of Disease Control“, einer Art Gesundheitsbehörde der USA. Er beschwert sich über die Vorgänge in der Studie.

Der als Whistleblower titulierte Thompson, der in dem ganzen Film kein einziges Mal gezeigt wird, hat offenbar keine der Aussagen und Mitschnitte autorisiert. Während der anschließenden Diskussion stellt sich heraus, dass Thompson eigentlich alle in den USA empfohlenen Impfungen befürwortet. Es hat den Anschein, dass Wakefield den armen Thompson eigentlich nur ausnützt, um Profit zu schlagen. Der Rahmen des Films ist also alles andere als „dicht“.

Ich habe während des ganzen Films versucht, die Inhalte und Rahmenbedingungen dieser Studie herauszufinden:

  • wie war genau der Untersuchungsgegenstand?
  • wie war nun die exakte Fragestellung und das genaue Studiendesign?

Das ist mir nur in geringen Ansätzen gelungen. Den Filmemachern reicht es, Papierausschnitte für Sekundenbruchteile aufscheinen zu lassen. Die Basis des Films, die Studie, wird nur schwach angedeutet…

Angesehen haben sich die Daten Kritiker nach dem Film. Es stellte sich heraus, dass von den Behauptungen Wakefields zu der Studie des CDC praktisch nichts haltbar ist.

Wakefield gibt sich beispielsweise verwundert, dass der offenbar angesetzte Studienzeitraum von 6 Monaten weit überschritten wurde, der „Analyseplan“ somit nicht eingehalten wurde. Außerdem behauptet er, die ursprünglichen Daten wären vernichtet worden. Tatsächlich existieren aber diese Daten, Wakefield lügt.

Die Urdaten sagen das Gleiche wie die Studie aus: dass kein Zusammenhang zwischen MMR-Impfung und Autismus zu finden ist. Es ist also anzunehmen, dass man die Studie einfach weiter laufen lies, um spätere Effekte ebenso auszuschließen? Wo ist das Problem?

Cherry Picking – wie man sich Studien zusammen mischt, Anekdoten und selektive Informationen

Genau genommen, wenn man es wissenschaftlich korrekt formuliert, unterstellt Wakefield den Machern ein sogenanntes „Cherry-Picking“, ( auch unter den Namen „Texanischer Scharfschütze“ bekannt). Über das Phänomen habe ich schon in einem anderen Kontext geschrieben. Der Trick wäre, im Nachhinein Daten so auszusuchen und umzustellen, dass am Ende ein gewünschtes Ergebnis heraus käme.

Was hier zwar für die Studienbetreiber nicht zutrifft, ist aber genau die Technik, mit der Wakefield im kompletten Film arbeitet: Statt verlässlicher Daten drückt er den „Empörungsbutton“, fährt Anekdoten auf, die keinen Zusammenhang zwischen dem Impfstoff darstellen können, und sucht sich aus der Studie Teilgruppen aus, die zufällig statistisch eine minimale (nicht mal signifikante) Erhöhung darstellen.

Die Technik, die Wakefield dort anwendet, funktioniert nach dieser Versuchsanordnung: Zuerst leert man eine Packung Smarties auf einen Teller. Da sucht man sich dann ein kleines Eck aus, in dem 4 rote Smarties zufällig nebeneinander liegen, und schreit: „hier!“. Dann sucht man einen Bereich mit 4 gleichen blauen Smarties, und schreit „Dort“! Das ist die beliebige Suche nach dem Zufall, nach der Anekdote! So funktioniert das. Kein seriöser Wissenschaftler arbeitet so, aber Wakefield ist eben auch nicht seriös!

Statt Daten gibt es Bilder: Jede Menge Spritzen, viel erschütternde Musik, 3 Kinder die herumwackeln, und gesunde Geschwister haben. Wütende Eltern. Viel Emotionen, wenig Inhalt.

Wachsende Zahl von Autisten?

Eine der Kernthesen wäre die exponentiell ansteigende Zahl von Autisten. Abgesehen davon, dass dies nichts über eine Ursache aussagt, sind die Zahlen auch nicht richtig: Nicht die Autisten werden mehr, sondern die Diagnosen! Was zum einen daher rührt, dass man das Autismus-Feld ständig ausgeweitet hat, zum anderen dass solche Überprüfungen heute sehr routinemäßig und genau durchführt werden, wodurch auch sehr leichte Verläufe erfasst werden.

Die Definition für Autismus, die Wakefield im Film vorführt, ist außerdem eine Sauerei! Das wären Kinder, die herum wackeln, die nicht sprechen können, oder sich nicht ausdrücken können, intellektuell zurückgeblieben sind, einen starren Blick haben und aggressiv wären. Das stimmt so nicht! Die Autisten, die ich kenne, sind durchaus intelligente Leute, die in manchen Sozialbereichen eine geringe Einschränkung haben. Die würden sich zurecht furchbar darüber aufregen, welchen Mist hier Wakefield und Konsorten über sie ergießen!

Diese vielen leichten Formen des Autismus wären früher gar nicht als so etwas aufgefallen, heute werden sie statistisch erfasst, da kommen die Zahlen her.

Ich empfehle da einfach mal ein Interview aus dem B2-Radio mit Niah Finnik. Hören sie sich diese Dame an, sie ist Autistin und hat darüber sogar ein Buch geschrieben. Ihre Gedanken sind klarer formuliert als so manches was ich von meinen Zeitgenossen in der Umgebung höre. Ich kenne ein paar solcher Autisten (Hallo Mia;-) ), und die argumentieren sogar viel sachlicher als den Mist den wir später am Abend noch von Herrn Kron und von der Moderatorin zu hören bekommen werden.

Neutraler Standpunkt? Wakefields Vita…

Wakefield scheint für viele der Zuschauer einen neutralen Standpunkt einzunehmen: zwar ist er gegen die MMR-Impfung, aber Einzelimpfungen wären grundsätzlich in Ordnung. Dafür schüttelt er kräftig die Werbetrommel.

Dazu muss man wissen, dass eben dieser Wakefield ein Patent für einen Masern-Einzelimpfstoff hält, sein Interesse ist also pekuniär!

Das ist einer der vielen Punkte zu seiner Person, die Wakefield im Film verheimlicht, was die Sache aber in ein ganz anderes Licht rückt. Diese Punkte trage ich hier nach:

Wakefield sah seine Patent durch den MMR-Impfstoff nutzlos werden. Also versuchte er mit seiner Ministudie (die sog. „Lancet-Studie“) von 12 Kindern ein bisschen Sand ins Getriebe zu streuen. Deshalb suchte er bei 12 autistischen Kindern Gemeinsamkeiten und fand Darmerkrankungen. Diese führte er dann auf MMR-Impfungen zurück, und empfahl statt dessen die Verwendung von Einzel-Impfstoffen. Dass er Patente auf die Einzelimpfstoffe hatte, wurde erst später bekannt.

Anwälte von Eltern autistischer Kinder witterten zudem eine Chance, über Wakefields Fake-Forschung Schadensersatzanspüche in Millionenhöhe durchzusetzen, und steckten ihm Geld zu. 2004 wurden erstmals 55.000 Pfund Schmiergeld bekannt. Daraufhin distanzierten sich alle Co-Forscher an der Lancet-Studie, sie hatten davon nichts gewusst. Das Magazin „The Lancet“ zog darauf hin die Studie zurück.

In 2005 konnte eine große japanische Populationsstudie mit 30.000 Kindern keinen Zusammenhang zwischen MMR und Autismus feststellen: Der MMR-Impfstoff wurde dort seit 1993 nicht mehr verwendet, trotzdem stieg die Zahl der Autismus-Befunde weiter an. Ebenso brachte eine dänische Studie im Jahre 2002 mit etwa 500.000 (!) Kindern keinen Zusammenhang hervor. Dem gegenüber ist die Einzelstudie mit etwa 2000 Kindern, auf die sich Wakefield in dem Film einschießt ja geradezu lächerlich mickrig!

Es geht aber noch wilder! Laut Informationen der Sunday Times erhielt Wakefield dann sogar 3,5 Millionen Pfund von den Anwälten geschädigter Kinder. Daraufhin bekam Wakefield 2010 von der britischen Ärztekammer ein Berufsverbot, wegen standeswidrigen Verhaltens. Das sind alles die Fakten, die Wakefield gewissenhaft verschweigt. Statt dessen spielt er den Samariter und schließt seinen Film mit den Worten, er könne nicht mit reinem Gewissen den MMR-Impfstoff unterstützen. Der Mann kann überhaupt nichts mit „reinem Gewissen“, so etwas besitzt er nämlich gar nicht!

Nicht impfen gesünder?

Am Schluss wird noch ein Studiendesign empfohlen, in dem man den Gesundheitszustand geimpfter und nicht geimpfter Kinder vergleichen solle. Eigentlich ist das ja Blödsinn, der Vergleich, und das dürfte jedem klar sein, ist nicht der Unterschied zwischen geimpft und nicht geimpft, sondern zwischen Impfen und dem Durchmachen der Krankheit. Das von Anthroposophen (und davon gibt es viele in Prien…) verbreitete Märchen, die durchlebte Krankheit würde Kinder irgendwie weiter bringen, ist unhaltbar. Vielmehr ist bewiesen, dass z.B. Kinder mit durchlebten Masern ein über Jahre geschwächtes Immunsystem mit sich herumtragen.

Die Diskussion

Tatsächlich fanden sich dann doch noch 2 Ärzte, die die Behauptungen eines Rolf Krons nicht so ganz alleine stehen ließen: Herrn Dr. Florian Steinbeis (Allgemeinmediziner) und Herr Dr. Thomas Nowotny (Kinderarzt). Beide Mediziner verschreiben zumindest gelegentlich auch Homöopathie. Einen richtigen Naturwissenschaftler hat man also nicht ausgegraben, aber zumindest eine gewisse Bodenhaftung war bei den beiden Herren dann doch ersichtlich.

Wie schon angesprochen hab ich mir während des ganzen Filmes Notizen gemacht: Ich wollte die Daten der CDC-Studie verstehen! Besonders der behauptete Zusammenhang zwischen Farbigen und MMR-Impfung hat mich interessiert. Da wäre es lt. Wakefield am offensichtlichsten gewesen.
Ich kam als einer der Ersten dran und fragte genau wegen dieser Daten! Die Voraussetzung für den ganzen Film! Leider musste ich feststellen, dass Herr Kron, der diesen Film offensichtlich schon viele Male gesehen hatte und in dem Kontext womöglich auch den einen oder anderen Vortrag gehalten hatte, viel blanker war als ich!

Also habe ich versucht, das in Größenordnungen dar zu legen: 2000 Kinder wurden in der Studie ausgewertet (am Anfang waren es etwas mehr, macht aber hier statistisch das Kraut nicht fett), Von den 2000 würden etwa 1-2% Autismus-diagnostiziert, also gehen wir im Worst-Case von 40 Kindern aus. Dann gehen wir davon aus, dass die Hälfte der Kinder schwarz war, als Annährung! (wahrscheinlich waren es weniger). Dann kommen wir auf 20 autistische Schwarze Kinder. Eigentlich waren sogar nur die Jungen eines bestimmten Alters gemeint, und da wäre die Gefahr um 2,5% erhöht. Egal wie ich das rechne, bei dieser Kleingruppe komme ich immer auf etwa 1 Kind mehr, das Autismus hat als in der Prognosewahrscheinlichkeit. Der ganze Film scheint darauf zu fußen, dass ein Kind mehr Autismus hat, als prognostiziert!? Das wäre eben schlicht Zufall!

Um es vorweg zu sagen, Ich wusste gar nicht, ob ich irgendeinen Denkfehler dabei hatte, das war nur ein Schnellschuss! Es ist schlicht unmöglich, bei dem Film verlässliche Daten heraus zu hören! Tatsache war aber, dass der „Spezialist“ in der Runde, Herr Kron genauso wenig bescheid wusste, trotz seiner vielen Vorträge. Statt auf die Frage zu antworten fing er mit irgendwelchen anderen Beispielen an, die nichts damit zu tun hatten…

Moderation?

In dem Moment sprang wieder Frau Andrea Hailer, die „Moderatorin“ zur Hilfe, und meinte man müsse jetzt auch mal die Anderen zu Worte lassen. Das war dann meine letzte Gelegenheit, zur Diskussion beizutragen. Das Mikrofon bekam ich dann nicht mehr.

Wir mussten feststellen, dass wir offenbar die einzigen 3 Impfleugner-Kritiker waren, die den Kinosaal aufgesucht haben, und hätte nicht Herr Dr. Nowotny eine sehr kritische Haltung eingenommen (leider viel zu leise und zu wenig forsch), wäre das Ganze in Esoterik und Verschwörungstheorien versumpft.

Erfahrung der anwesenden Ärzte mit Impfschäden? …Diagnosemethoden?!

Auf die Frage aus dem Publikum, wie viele Impfschäden schon die anwesenden Ärzte selbst diagnostiziert hätten, mussten Nowotny und Steinbeis passen: Bis auf die üblichen kurzfristigen Reaktionen war da offenbar nichts.

Anders bei Herrn Kron, da war dann wohl praktisch jedes Leiden irgendwie Impfschaden, Tausende!… Und das könne man auch mit den entsprechenden Untersuchungsmethoden feststellen. Ein zur Seite springender „Ganzheitsmediziner“ klärte dann über diese „Methoden“ auf: Also man hätte dann eine Ampulle mit einem Mittel in der Hand, und über die Pulsmessung und dergleichen könnte man dann eine Diagnose stellen. Hier protestierte dann Herr Dr. Nowotny: Selbst unter naturheilkundlich arbeitenden Ärzten sei das total unsinnig.

Die Absurdität dieser Vorstellung war offenbar dem Publikum in Prien nicht klar! Man muss das noch einmal herausstellen! Mehrere Ärzte im Raum, darunter Herr Kron, verwenden Fake-Analysemethoden, um damit Fake-Krankheiten (Impfschäden) zu diagnostizieren, um sie dann mit Fake-Medizin (Homöopathie) zu behandeln! Selbst ein Donald Trump wäre bei dieser Fülle an alternativen Wahrheiten vor Neid erblasst! Es wäre echt lustig, wenn es nicht gleichzeitig so wahnsinnig menschenverachtend wäre! Und so sitzt man dann in diesem Raum und weiß eigentlich gar nicht, ob man in dieser Realsatire-Veranstaltung lachen oder weinen soll! Ich fand es echt grausig!

Korrelation und Kausalität (und Moderation…)

Eine Dame erzählte von der seltenen Krankheit (1:500.000) ihres Kindes, und stellte einen Bezug zu Impfungen dar. Und wenn sie das vorher gewusst hätte…

Ob die beiden Dinge zusammen hängen, ist komplett unklar. Gerade der Fakt, dass die Krankheit so selten ist, stellt ja ein Indiz dafür dar, dass es keinen Zusammenhang gibt: bei vielen Impfungen müsste es auch viel auftreten? Es müsste dann doch einen sich wiederholenden Mechanismus geben?… aber Herr Kron nickt vielsagend, genau solche Leute und solche Geschichten sind wahrscheinlich sein Business?

Als nächstes stellt Claudia in dem Zusammenhang eine Frage, ob bei solchen behaupteten Impfschäden nicht einfach Korrelation und Kausalität verwechselt würden? Also dass rein zufällige Ereignisse in Zusammenhang gesetzt werden, ohne das einer da ist?!

Frau Andrea Hailer, die Moderatorin wird darauf hin zur Furie: Wie könne man nur nach dieser so persönlichen Geschichte einfach solche Fragen stellen? Schon wieder verliert die Moderatorin selbst die Sachebene, um die sie ja vorher so sehr gebeten hatte. Ein Muster dass sich noch viele Male an diesem Abend wiederholen wird.

Spiritualität, Sozialdarwinismus (und „Moderation“…)

Eine Dame spricht von ihren mittlerweile vier erwachsenen Kindern, die sie nicht impfen ließ und die alle gesund seien. Das hätte ihr ihre Intuition gesagt. Ihre Kinder wären nämlich einfach perfekt, von Gott/der Schöpfung so gemacht, und deshalb braucht sie keine Impfungen. Mir graust es wieder, wie so oft an diesem Tag melde ich mich, werde nicht aufgerufen. Ich weiß nicht, warum Leute das nicht merken?! Das sind furchtbare Ansichten! Zum einen sind diese Leute womöglich nur deshalb gesund, weil die Geimpften im Umfeld das Risiko einer Virusweitergabe reduzieren. Aber viel schlimmer finde ich die Aussage die dahinter steckt, dass kranke Leute ja im Umkehrschluss eben nicht perfekt wären und auf einer spitituellen Ebene unwertiger! Eine klassische sozialdarwinistische Konstruktion!

Ich darf leider nichts sagen. Frau Hailer, die „Moderatorin“ fährt mich trotzdem an. Sie sagt ihr gefällt mein Gesichtsausdruck nicht, und die Dame erzählt doch so „schöne Sachen“ und ich solle doch den Raum verlassen… Ich bleibe sitzen. Unser Eck hat sie längst angepeilt, weiß dass von dort die kritischen Fragen kommen und versucht offenbar mit allen Mitteln zu intervenieren. Herr Nowotny protestiert gegen meine Ausweisung, und ein paar Minuten später kommentiert er die Einstellung dieser Damen: „Ein Guter hälts aus, einen Schlechten brauchen wir nicht, so könne es wohl überhaupt nicht sein!“.

Inhaltsstoffe, Quantität etc.

Zwischendurch kamen von Herrn Kron auch Inhaltsstoffe von Impfungen zur Sprache, besonders Quecksilber in Form von Thiomersal , und Aluminium haben es ihm angetan. Auch dies ist Unsinn, da sie gar nicht Bestandteile des MMR-Impfstoffes waren. Und wenn, dann wäre es in solchen Dosen im Vergleich zu sehr natürlichen Umweltbelastungen vollkommen unbedenklich. Aber mit solchen Kleinigkeiten lässt sich Herr Kron nicht einbremsen.

Aus dem Publikum kommt noch die Vermutung, dass es doch eine furchtbare Belastung wäre, 3 bzw. mittlerweile bis zu 6 Impfstoffe gleichzeitig zu geben. Hier weiß Herr Nowotny zu entkräften: Tatsächlich hat sich der Körper täglich mit etwa 209 Antigenen auseinander zu setzen. Also mit dem Vielfachen des Mehrfachimpfstoffes.

Impfquote und Ausbrüche (und „Moderation“)

… und dann gab es noch die Behauptung von Herrn Kron, Epidemien wie Masern hätten gar nichts zu tun mit der Impfquote. Als Beispiel behauptete er, in China gäbe 99% Durchimpfung, trotzdem käme es immer wieder zu Ausbrüchen. Ich frag mich mich dann schon, warum dann die Masern in Deutschland meist ausgerechnet von Waldorfschule zu Waldorfschule übertragen werden, genau dort wo aus esoterischen Gründen am wenigsten geimpft wird?…

Jedenfalls, zu dem Thema meldete sich dann Ve. Auch Sie war offenbar schon vorher unangenehm wegen kritischer Bemerkungen aufgefallen, trotzdem wurde das Mikrofon an sie weiter gereicht.
Kurzum versuchte Frau Hailer den Kommentar zu unterbinden und verlangte die Weitergabe des Mikrofons an jemand Anderen. Sie ließ sich aber das Mikrofon nicht mehr weg nehmen und machte richtiger Weise Herrn Kron darauf aufmerksam, dass es in China mit nichten eine Durchimpfungsrate von 99% gibt: Wegen der Ein-Kind-Politik gibt es jede Menge 2., 3. und 4. Kinder, die illegal aufwachsen und so gut wie gar keine medizinische Versorgung erhalten. Kron schwenkte sofort um, und meinte: „Dann nehmen sie die Türkei“. Im Prinzip war das wohl so seine Taktik: Ist er an dem einen Ort debunked, springt er zum nächsten, in der Hoffnung dort nicht erwischt zu werden. Und ich möchte fast behaupten, dass er wahrscheinlich alle seine Vorträge so aufzieht und dort auch immer wieder mit China anfängt…

Naja, irgendwann war dann auch Diskussion zu Ende, Frau Hailer bedankte sich bei allen für die Diskussionsbeiträge, um es dann wieder einzuschränken: „Naja, nicht bei allen“. Wem sie damit gemeint hat, ist natürlich klar…

Am Schluss verlassen wir den Kinosaal, und ich höre noch im Vorbeigehen, wie Herr Rolf Kron mit den beiden anderen Ärzten noch grundsätzlich die Existenz des Masernvirus in Frage stellt…

Fazit…

Ich habe schon viel erlebt, aber diese Veranstaltung war absurder als alles andere was ich an Esoterikveranstaltungen besucht habe. Ich weiß nicht, ob es dem doch sehr in die Jahre gekommenen Kinobetreiber klar war, welches Völkchen er sich da einlädt. Bei der Moderatorin war das hingegen sehr offensichtlich, dass es sich um eine Überzeugungstäterin handelte, der das Mäntelchen der Unparteiischen so überhaupt nicht gepasst hat. Wenn das die Zukunft der Kinos ist, Filme auf dermaßen abgründigen Niveau zu verlichten und nur noch als Fake-News-Schleuder zu dienen, brauchen wir sie nicht mehr.

Zum Weiterlesen:

http://scienceblogs.de/weitergen/2016/03/vaxxed-wie-die-sozialen-medien-einem-filmfestival-das-weltbild-etwas-gerade-ruecken Weiter →

23. April 2017
von Andreas Gradert
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Musik: HELO

Gestern Nachmittag waren wir im Musikladen in der Linzergasse 58, zum Record Store Day, ausnahmsweise mal nicht zum Einkaufen, sondern zum Konzert von HELO, die sich auf auf Facebook wie folgt vorstellen:

“Eine geniale Soulstimme gepaart mit ausgefeilten Arrangements und der bombastischen Power der Discoära. Das ist HELO.

Nach unzähligen Projekten begaben sich die vier international renommierten Gründungsmitglieder der Band „The Merry Poppins“, wieder in den Proberaum. Frei von Konventionen und stilistischen Vorgaben oder Erwartungshaltungen arbeiteten sie

an einem neuen Programm und erfanden sich darin neu.
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21. April 2017
von Andreas Gradert
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HIRN: Gegen Barrieren in Kopf und Alltag

Christiane Meissnitzer, Sängerin

„Wir merken die Barrieren täglich bei meinem Schwager. Das fängt beim ersten Blick an, da wird er meistens schon in eine Schublade gesteckt. Mein Anliegen ist, dass man von klein auf lernt, auf Augenhöhe mit Menschen mit Behinderungen zu sprechen.“

Cornelius Obonya, Schauspieler

„Barrierefrei baut man ja schon. Fehlen nur noch die Köpfe. Fangen wir an.“

Gerry Friedle, DJ Ötzi

„I hab die Gschicht gemacht um dem gegenüber zu stellen dass man in Zukunft barrierefrei agiert, dass man nicht Angst hat vor Behinderung, sondern dass man a bisserl offener wird. Dass die Barrieren im Kopf weggehen!“

Erich Girlek, Selbstvertreter Weiter →

18. April 2017
von Andreas Gradert
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BUCH: Die Holzhammer-Methode

Natürlich lesen alle hier nur Fachbücher, das hier hat mit Kriminologie und Forensik zu tun – also bleiben wir im Thema. Für den Rest der Welt: Wirklich gute Krimis mit Lokalbezug. Spannend und lesenswert…

Zur Fredrika:
Der Liebe wegen verschlug es Fredrika Gers ins Berchtesgadener Land. Schnell entdeckte sie dort ihre zweite große Liebe: die Berge. Fast jede Woche ist sie auf den Gipfeln des Alpen-Nationalparks unterwegs. Dort macht sie Bekanntschaft mit freundlichen Gämsen, neugierigen Murmeltieren, majestätischen Steinböcken und skurrilen Einheimischen. Oder umgekehrt.

Auch die Alpen-Krimis von Fredrika Gers spielen natürlich im Berchtesgadener Land. Vier Bände sind bisher erschienen:

Die Holzhammer-Methode

Mitten in der sommerlichen Alpenidylle stürzt ein Gleitschirmflieger vom Himmel. Der junge Mann ist auf der Stelle tot. Hauptwachtmeister Franz Holzhammer hat ein ganz schlechtes Gefühl bei der Sache. Sein Vorgesetzter will die Angelegenheit als Unfall abtun, doch Holzhammer ist es egal, wer unter ihm Chef ist – er beginnt zu ermitteln. Kurz darauf kommt eine Patientin der örtlichen Reha-Klinik ums Leben. Christine, ihre Ärztin, will nicht an einen natürlichen Tod glauben. Und so wird die Zugereiste unvermutet Holzhammers wichtigste Verbündete.

Teufelshorn

Bei einer Bergtour am Teufelshorn verunglückt ein Funktionär des örtlichen Ski-Verbands tödlich. Abgründe tun sich auf, denn die Teilnehmer, allesamt Lokalgrößen, wollten auf der Wanderung einen Streit beilegen: Der Verband plant, von seinem Trainingsgebiet am Götschen zum Jenner zu wechseln – eine Entscheidung von kommunalpolitischer Sprengkraft, die manch einen die Karriere kosten dürfte. Und so kommt schnell der Verdacht auf, dass es sich um Mord handeln könnte. Zeit für Hauptwachtmeister Franz Holzhammer, die Ermittlungen aufzunehmen!

Gut getroffen

Beim Berchtesgadener Weihnachtsschießen wird einer der Schützen tödlich getroffen. Wie kann das sein, wo die traditionellen Vorderlader doch gar keine Kugeln abfeuern? Leider hatte das Opfer, ein Orthopäde, so viele Feinde, dass Hauptwachtmeister Holzhammer gar nicht weiß, wo er anfangen soll. Ungewohnt eifrig stürzt er sich in die Arbeit, denn er hat ein schlechtes Gewissen: Das Opfer hatte sich in den letzten Wochen verfolgt gefühlt – und Holzhammer den Mann nur belächelt. Nur gut, dass seine norddeutsche Lieblingsärztin Christine ihm bei der Aufklärung wieder rückhaltlos zur Seite steht!

Frühjahrsputz

Frühling: Zeit zum Aufräumen. Zeit für Revierkämpfe …

Am Königssee herrscht dicke Luft: Befürworter und Gegner des neuen Hotelprojekts stehen sich unversöhnlich gegenüber. Besonders aggressiv gehen Hotelier Altbauer und Ladenbesitzer Hirsinger aufeinander los. Dann kommt einer von beiden bei einem Lawinenunglück ums Leben. Und Hauptwachtmeister Franz Holzhammer braucht seinen ganzen Grips, seine Freunde und seine Lokalkenntnis, um der Sache auf den Grund zu gehen.

Ich habe Fredrika bei der Untersberg-Gruppe der GWUP kennengelernt, undbedingt empfehlenswert, als Mensch, und als Autorin.

Die Homepage der Autorin: http://fredrikagers.de

Fredrika Gers ist auch auf Facebook: http://facebook.com/gersfredrika

18. April 2017
von Edmund Berndt
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Hirn: Apotheke oder Homöotheke?

Ein Gastbeitrag von Dr. Edmund Berndt,
zuerst veröffentlich in Die Presse:

Die Fakten sprechen dagegen, dass die Homöopathie wirksam ist. Sie ist nicht mehr als ein Ritual.

Bis heute fehlt ein valider Wirkungsnachweis für die Homöopathie. Es gibt keine Beweise für das Phänomen Homöopathie an sich. Der legendäre Nürnberger Kochsalzversuch anno 1835 und mehrere Metastudien seither sind negativ. Die vielen „wissenschaftlichen“ Erklärungen zur Wirkungsweise der Homöopathie widersprechen dem erprobten naturwissenschaftlichen Kenntnisstand und sind Nonsens. Erklärt wird hier eine Science-Fiction-Wirkung.

Nun wird der Placeboeffekt Hoffnungsträger für Pseudomedizin und erhält eine irrige Bedeutung. Man schwindelt sich nicht mehr über diesen Effekt hinweg, sondern vermarktet damit Pseudomedizin. Placebo sei gleich einem Arzneimittel, aber sanft und nebenwirkungsfrei. Man muss nur eine Placebotablette schlucken. Das ist eine naive Wunschvorstellung.

Der Placeboeffekt ist kein spezifischer, stofflich kausal bedingter Effekt, der durch bestimmte Ereignisse oder Handlungen nach Belieben realisiert werden kann. Placebo- und vice versa Nocebowirkungen resultieren aus Erwartungen, Wünschen und Hoffnungen des Einzelnen vor dem Hintergrund seiner religiösen und weltanschaulichen Ansichten, seiner Bildung inklusive seiner subjektiven Lebens- und Krankheitserfahrungen.

Therapeutisches Schauspiel

All das konditioniert jeden Einzelnen und führt dazu, dass dem gesamten Geschehen, dem therapeutischen Schauspiel, den beteiligten Menschen, den Dingen und Ereignissen bewusst und unbewusst „Bedeutungen“ beigemessen werden, die eben zu Placebo- bzw. Noceboeffekten beitragen. Das ist subjektiv, ein Glaube und mitunter wirksam.

Als Mitglied der königlichen Untersuchungskommission in Paris konnte Benjamin Franklin 1784 demonstrieren, dass die von Franz Anton Mesmer postulierten Wirkungen nur dann auftraten, wenn die Versuchspersonen wussten, dass tatsächlich „mesmerisiert“ wurde. Wurde das heilende Procedere versteckt, also verblindet durchgeführt beziehungsweise unterlassen, konnten sie keine sicheren Angaben mehr machen. Das war sozusagen der erste dokumentierte Nachweis der Placebowirkung.

Evidenzbasierte Medizin

Benjamin Franklin zeigte, dass der Erfolg ärztlicher Handlungen auf zwei Ursachenketten beruhte. Die Wirkung kann im Glauben an den Therapeuten beziehungsweise sein therapeutisches Schauspiel, seine Methode und sein Mittel liegen, aber auch in der Methode und im Mittel selbst, so eine stofflich kausal bedingte Wirkung existiert.

Bis dahin hatte sich die Frage nach der kausalen Wirkung nicht gestellt. Man sah, dass es wirkte, das genügte. Von 1784 an entwickelte sich die evidenzbasierte Medizin. Mittel oder Therapien wurden erst dann als „richtig“ wirksam angesehen, wenn nachgewiesen werden konnte, dass Wirkung unabhängig von Erwartungen und Glauben der Erkrankten und der Ärzte eintrat.

Jahrtausende war beim Heilen das Erflehen himmlischen Wohlwollens unerlässlicher Bestandteil, Heilsprüche waren notwendiges Ritual in der Medizin. Und so, wie es nicht mehr Teil der Medizin ist, überirdische himmlische Mächte anzurufen, kann es das therapeutische Schauspiel auch nicht mehr sein. Und geistartige Kräfte in Arzneimitteln gibt es auch nicht.

Die Fakten sprechen gegen die Homöopathie. Sie ist nicht mehr als ein Ritual. Die Apotheke muss sich entscheiden, welche Art von Heilung sie anbietet. Will man echte Arzneimittel verkaufen oder Heilandenken für den volksmedizinischen Aberglauben?

Mag. pharm. Dr. phil. Edmund H. J. Berndt (* 1948) studierte Pharmazie in Graz. 1983 legte er die Fachprüfung für den Apothekerberuf ab. Mitglied der GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften). Weiter →

14. April 2017
von Andreas Gradert
1 Kommentar

HIRN: Andreas, wirf Dich in Schutt und Asche…

Er hat es schon wieder getan…

Lieber Bruder Andreas,
merkst Du eigentlich noch etwas?

Diesmal haben Dich die Deutschen angezeigt, wegen Deiner Äußerungen im kath.net, siehe weiter unten. Deine Äußerungen beweisen nicht nur, dass es einen negativen Intelligenzquotienten geben muss, sondern auch den Zynismus und die Menschenverachtung eines röm.-katholischen Priesters.

Wieviel Hass muss in Dir sein, dass Du so über die Geschöpfe jenes höheren Wesens, welches Du verehrst, sprichst und urteilst? Was musstest Du erfahren, dass Du die Liebe zu den Menschen verloren hast? Dein Firmengründer klebt angeschlagene Ohren wieder an, und Du wetterst über alles, wovor Du Angst hast, verteufelst es? Das traust Du Dich, Du, ein Mensch mit Missionsauftrag (nur mal Nachlesen, Mt 28,19-20) und Auftrag zur Nächstenliebe (Lev 19,18 wirkt Wunder!)?

Was und wem schreibst Du denn da so in Deinem

Hinter der Gender-Ideologie steht die Lüge des Teufels! Weiter →

14. April 2017
von Andreas Gradert
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FIRM: Fachinformationsstelle Rechtsextremismus München

Am Donnerstag den 13. April fand im Wintergarten des Mailkeller Rosenheim ein Vortrag zum Thema Reichsbürger statt.

Ein Referent der Fachinformationsstelle Rechtsextremismus München (firm) gab in einem ausgezeichneten Vortrag Einblick in die Reichsbürgerszene. Beleuchtet wurden ihre Narrative und Agitationsmethoden. Dabei stand vor allem ihre Anschlussfähigkeit und wachsende Popularität im Mittelpunkt der Betrachtung.

Claudia Bruckschwaiger, Peter Biebl und ich nahmen an dieser Veranstaltung teil, wir haben den Referenten gebeten, bei unseren

monatlichen GWUP-Treffen in Salzburg/Freilassing Weiter →

12. April 2017
von Andreas Gradert
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MUSIK: Ines Kolleritsch

In der Ex-Familien-WhatsApp-Gruppe (!) wurde vor einiger Zeit mal ein Link zur einem Video von Ines y David gepostet, das ich mir leider erst viel später angesehen habe, und mich dabei fast um einen großen Genuss gebracht habe. Was für eine Stimme.

Ines, das ist Ines Kolleritsch. Sie ist Sängerin, Komponistin, Pianistin und Bandleaderin, geboren und aufgewachsen in der Südoststeiermark, Österreich. Momentan lebt und arbeitet sie im Zentrum des österreichischen Jazz, in Graz, wo sie sich eine Karriere als freischaffende Musikerin aufbaut. Furchtlos Elemente des Jazz, Pop, Soul und der lateinamerikanischen Musik in ihre Projekte mit einbringend, verbrachte Kolleritsch die letzten vier Jahre damit, sich ein vielfältiges Repertoire aus verschiedenen Musikstilen aufzubauen.

Obgleich sie ihr Jazzgesangsstudium an der Kunstuniversität Graz derzeit pausiert, hat sie ohne weiters die ihr gebotenen Chancen genutzt, Teil der Grazer Kunstszene zu werden. Konstant beeinflusst von internationalen Musikerinnen und Musikern, fiel es ihr leicht, sich aktiv in das Musikgeschehen einzubringen und sich selbst in anderen Bands und musikalischen Projekten wiederzufinden.

Ines begann in sehr jungem Alter ihre musikalischen Fähigkeiten zu entwickeln. Mit klassischen Klavier- und Flötenstunden beginnend war es ihr später möglich, kurze Zeit Tenorsaxophon und Jazzklavier-Unterricht zu nehmen. Sobald sich die Möglichkeit während ihrer Schulzeit ergab, vertiefte sie sich im Chorsingen, wurde aktives Mitglied des Vokalensembles des BG/BRG Leibnitz und begann mit 16 Jahren Jazzgesangsstunden bei Anush Apoyan zu nehmen.

Etwa um dieselbe Zeit begann sie erstmals zu komponieren, formte ihre erste Coverband, The Jazz Busters, und ein Jahr später, im Jahr 2013, begann sie ihr Jazzgesangsstudium bei Dena DeRose. Seitdem hatte sie die Möglichkeit mit renommierten Künstlerinnen und Künstlern zusammenzuarbeiten, unter anderem mit Arrangeur Michael Abene, dem KUG Jazz Orchester,  dem Trompeter Stjepko Gut (Kolleritschs einjährigen Lehrer), dem Gitarristen und Multi-Talent Emiliano Sampaio, dem Trompeter Gerhard Ornig und vielen weiteren.

Alles begann im Herbst 2014…

In diesem Jahr beschloss Ines Kolleritsch die verschiedenen Bands und Projekte ins Leben zu rufen, in denen sie bis heute aktiv und involviert ist und die sie teils leitet. Zusammen mit ihrer Zwillingsschwester und Singer-Songwriterin Kathrin Kolleritsch und drei anderen, engen Freunden gründete sie die Groove-Pop Band KAIKO, die auf Kathrins Kompositionen basiert. In nur zwei Jahren hat die Band in ganz Österreich eine beachtliche Fanbase aufgebaut und hat im Herbst 2016 ihr Debütalbum Brick by Brick veröffentlicht. Im Rahmen dessen war die Band eingeladen in verschiedenen Festivals und Räumlichkeiten aufzutreten, wie beispielsweise das RadioKulturhaus des ORF,  das Acoustic Lakeside Festival und das Picture On Festival.

Es war etwa zur selben Zeit der Entstehung von KAIKO, als Ines das Swing-Jazz und Gypsy-Jazz Quintettt Swingwagon formte. Auf den Straßen von Graz entstanden, besteht Swingwagon heute aus Nikola Vukovic (Trompete), Piotr Lipowicz (Gitarre), David Dresler (Schlagzeug) und Tin Dzaferovic (Kontrabass). Unter ihren vielen bemerkenswerten Erfolgen sind sie seit etwa zwei Jahren die Hausband des Grazer Tanzvereins The Lindy Cats und haben in einigen namhaften Spielorten in Graz, wie dem Schauspielhaus, und Events, wie das Jazzliebe und Move Festival, konzertiert.

Eine weitere große Erfahrung in Ines musikalischer Entwicklung war es, die Möglichkeit zu haben, das zehnköpfige Funk und Soul-Ensemble Super Soul Party Band zusammen mit dem Pianisten und Arrangeur Thilo Seevers zu leiten. Im Herbst 2014 beschlossen die beiden – nach kurzer Zusammenarbeit im Duo – mit neun talentierten, jungen Musikern aus der Grazer Jazzszene ein Ensemble zu starten, das durch eine Gesangs-, Bläser- und Rhythmus-Sektion ihre starke, dynamische Kollaboration reflektierte. Trotz der Kurzlebigkeit des Projekts schafften sie es, einige Konzerte zu spielen, und, das Highlight ihrer einjährigen Existenz, bei der KUG Jazz Redoute im Sommer 2015 aufzutreten.

Das letzte, wenn nicht entscheidende Projekt, das im Herbst 2014 entstand, war Amadeus Vulkan. Beginnend mit dem Wunsch, Ines Kompositionen Live zu performen, waren es Daniel Varga (Saxophon), Piotr Lipowicz (Gitarre) und Matheus Jardim (Schlagzeug), die Ines dazu motivierten, die Band zu gründen. Als später Ivar Roban Krizic (Bass) und David Dresler (Schlagzeug) dazustießen, erlangte das Quintett endlich seine eigentliche Form. Die Band bleibt bis zum heutigen Tag die vorwiegende musikalische Plattform und Stimme für Ines, und erlaubt ihr, ihre Kompositionen darin zu entwickeln und sich als Pianistin und Singer-Songwriterin auszudrücken. In den letzten zwei Jahren spielte diese Band viele Konzerte und nahm im Januar 2016 eine Demo-CD auf.

Danach verbrachte Ines im Rahmen ihres Erasmus-Semesters sechs Monate in Barcelona, ließ sich unendlich von der Stadt, die sie selbst Juwel nennt, beeinflussen, und konnte motiviert und bereichert ihre Erfahrungen mit zurück nach Österreich nehmen. Nach ihrer Rückkehr nach Graz nahm sie im Oktober 2016 mit ihrer Band Amadeus Vúlkan ihr Debütalbum For Rosemary auf und wird es im April 2017 veröffentlichen.

Meine übergroße Schüchternheit überwindend (den muss ich mir merken!) habe ich Ihr auf Facebook eine kurze Respekt- bzw. Bewunderungsmail geschickt: “Was für eine Stimme, wow!”

Im sich bald anschließenden Chat kam sie dann mit gleich mehreren guten Nachrichten heraus:

“Ich habe im Juni ein Konzert in der Stadt Salzburg mit meinem Vocal Trio! Vielleicht magst du ja kommen,  im PlanB.”
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11. April 2017
von Andreas Gradert
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TALK: Ferngespräch “Schimpfwort: Gutmensch”

Die Aufzeichnung des Livetalks mit Wigald Boning, Bernhard Hoecker, Sebastian Bartoschek und Tommy Krappweis

In der Videochatreihe ‘Ferngespräch’ tauschen sich unterschiedlichen Teilnehmer live zu politischen und gesellschaftlichen Themen aus, um zu orientieren und konstruktiv zu besprechen – humorvoll, krawallfrei und möglichst lösungsorientiert.

Sehr anschauenswert.

6. April 2017
von Andreas Gradert
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MUSIK: Esther Bejarano & Microphone Mafia im Jazzit

Gestern im Cristopher Worth Konzert hat mich Harald Gaukel auf eine Veranstaltung im Jazzit aufmerksam gemacht, die heute stattfindet, Esther Bejarano und die Microphone Mafia, und kurz angerissen, wer Esther Bejarano ist.

Heute habe ich mich über Esther Bejarano informiert, und bin seitdem begeistert, da muss ich hin.

Wer ist Esther Bejarano? Ich möchte ein dpa-Interview von 2014 zitieren:

“Ich habe viel Glück in meinem Leben gehabt, ein unheimliches Glück.” – Das sagt ausgerechnet die Frau, deren Eltern und Schwester von den Nationalsozialisten umgebracht wurden; die selbst das Vernichtungslager Auschwitz nur überlebt hat, weil sie im Mädchenorchester spielen durfte: Esther Bejarano. Noch heute kämpft die kleine, nur knapp 1,50 Meter große, aber unheimlich starke Frau, die am Montag (15. Dezember) ihren 90. Geburtstag feiert, mit Konzerten, Lesungen und auf Demos gegen das Vergessen. Vor ein paar Jahren lernte die engagierte Wahlhamburgerin die Jungs von der Kölner Hip-Hop-Band Microphone Mafia kennen und rappt seitdem gemeinsam mit ihnen gegen Rechtsextremismus.
Esther Bejarano wächst wohlbehütet mit ihren drei Geschwistern im damals französischen Saarlouis und später in Saarbrücken auf. “Die Stadt Saarlouis hat mich gerade zur Ehrenbürgerin ernannt”, berichtet sie stolz im dpa-Interview. Ihr Vater war Kantor in der jüdischen Gemeinde und führte sie an die Musik heran. Die Eltern wollten, dass alle ihre Kinder Klavier spielen lernten. “Aber nur ich hatte die Geduld und spielte gerne”, erinnert sie sich. Als 1935 das Saarland wieder an das Deutsche Reich angegliedert wurde, verschlechterte sich die Lage für Juden erheblich. Ihre älteren Geschwister können Deutschland verlassen, sie und ihre Eltern schaffen es nicht mehr.
1941 wurde Esther Bejarano zur Zwangsarbeit in dem Lager Neuendorf bei Fürstenwalde an der Spree einbestellt. Als das Lager Anfang 1943 aufgelöst wird, werden alle Insassen ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert. “Ich bekam die Nummer 41948. Namen wurden abgeschafft, wir waren nur noch Nummern”, schreibt Bejarano in ihrer Autobiografie “Erinnerungen” (Laika Verlag, Hamburg). Auf einem Feld mussten die Häftlinge sinnlos Steine von einer zur anderen Seite schleppen, die 18-Jährige ist sich sicher, dass sie das nicht lange überlebt hätte. “Aber ich hatte Glück, dass in dem Block, in dem ich übernachtete, eines Abends Frau Tschaikowska, eine polnische Musiklehrerin, nach Frauen suchte, die ein Instrument spielen konnten.”

Obwohl sie noch nie Akkordeon gespielt hatte, behauptete das junge Mädchen, Akkordeon spielen zu können, ein Klavier gab es nicht. “Ich versuchte den Schlager “Bel Ami” zu spielen und es gelang mir auch. Das war wie ein Wunder”, erinnert sich Bejarano. Fortan durfte sie im Mädchenorchester von Auschwitz spielen, das jeden Tag die Kolonnen auf ihrem Weg zur Arbeit begleitete. Was sie dort mit ansehen musste, wird sie ihr Leben lang nicht vergessen. Am schlimmsten war für sie, dass sie auch spielen mussten, wenn neue Transporte ankamen, die direkt für die Gaskammern bestimmt waren. “Als die Menschen in den Zügen an uns vorbeifuhren und die Musik hörten, dachten sie sicher, wo Musik spielt, kann es ja so schlimm nicht sein.”

Weil ihre Großmutter Christin war – wieder so ein Glück – wird sie ins Frauenstraflager Ravensbrück verlegt und überlebt den anschließenden Todesmarsch. Nach dem Krieg wandert die junge Frau nach Palästina zu ihrer Schwester Tosca aus. Hier lernt sie auch ihren Mann Nissim kennen, die beiden bekommen die Kinder Edna und Joram. Weil sie mit der israelischen Politik gegen die Araber nicht einverstanden sind, kehrt die Familie 1960 nach Deutschland zurück. Ihre neue Wahlheimat wird Hamburg. Nach anfänglichen Schwierigkeiten (“Jeder hätte ein Nazi sein können.”) lebt sich die Familie langsam ein. Als jedoch Neonazis sie beschimpfen, reicht es Bejarano: Sie bricht ihr jahrelanges Schweigen und wird politisch aktiv, unter anderem im Auschwitz-Komitee.

“Ich weiß, dass es wichtig ist und deshalb mache ich immer weiter”, erklärt Bejarano ihre Motivation. Vor allem die jungen Menschen machen ihr Mut. “Sie sind sehr engagiert und wollen wissen, was damals geschah.” Als die beiden Kölner Rapper Kutlu und Rossi von der Band Mircophone Mafia mit ihr eine CD gegen Rechts aufnehmen wollen, ist die 85-Jährige zunächst nicht begeistert: “Was! Mafia? Ich möchte mit der Mafia nichts zu tun haben.” Doch schnell haben die beiden Jungs sie überzeugt und zusammen interpretieren sie jiddische Lieder, Friedenslieder und Protestsongs. Vielleicht kommen die beiden auch zu ihrer Geburtstagsfeier am 15. Dezember ins Stavenhagenhaus. Ihr größter Wunsch zum 90.: “Dass keine Nazis mehr rumlaufen.”

Dass keine Nazis mehr rumlaufen, dieser Wunsch wurde ihr noch nicht erfüllt, es laufen von Jahr zu Jahr mehr herum. Andere Wünsche erfüllten sich, sie bekam zwei Kinder, gründete mit ihnen die Gruppe Conincidence, kandidierte 2017 zur Bundestagswahl für die DKP, erhielt unzählige Ehrungen und war immer eine wache Stimme gegen die Nazis. Zum Weiterlesen empfehle ich den Wikipedia-Artikel.

Auch hier wieder ein Aufruf an mein Netz – kommt bitte zahlreich. So viele Überlebende aus den Konzentrationslagern, die zudem auch noch immer mahnend den Finger auf den Nationalsozialismus legten, gibt es nicht mehr.

Was mich daran erinnert, dass ich den Artikel über Marko Feingold ja auch noch fertigschreiben wollte…

Und hier die Bilder von Harald Gaukel: