Bike: Specialized Turbo Vado SL (Teil 1, Kaufentscheidung)

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Eine sehr vollmundige Versprechung von Specialized: Kein anderes E-Bike bietet eine solche Reichweite, Leistung und Fahrqualität, geschweige denn ein Gewicht, das leicht genug zum Tragen ist.

Na ja, in den Einzelpunkten zu widersprechen, das ist leicht, aber wie sieht es mit dem Gesamtbild aus? Ist es ein Bike, mit dem ich klarkomme, das mir Spaß macht, und das mich beim Treten ausreichend unterstützt?

Ich bin kein Bergfahrer, früher bin ich lange Touren gefahren, und das zu 90% in der Ebene, mit ein paar Steigungen dabei. Daher brauche ich kein Drehmomentmonster, was das Vado Turbo SL ja auch nicht ist.

Es wird vom (von Mahle hergestellten) Specialized SL 1.1 Motor angetrieben, mit einem maximalen Drehmoment von 35 Nm/240 Watt, verglichen mit dem Vado Turbo (Specialized 1.1-1.3 Motoren) mit 82-90Nm/415-560 Watt ist das recht wenig. Aber für dieses Rad und für mein Anforderungsprofil ist es mehr als ausreichend. Und es ist superleicht, nur knapp 16kg bringt es auf die Waage.

Das Specialized Turbo Vado SL bietet drei Assistenzlevel an, Eco (25%), Sport (25%) und Turbo (mit 100% Unterstützung).

Vom Specialized Turbo Vado SL gibt es vier Modelle in sieben Farben

Turbo Vado SL 4.0
Abalone/Black (2021)
Crimson Red Tint/Black (2021)
Satin Nearly Black/Black (2020)

Turbo Vado SL 4.0 EQ
Dove Gray/Acid Lava/Cast Black (2021)
Navy/White Mountains (2020)

Turbo Vado SL 5.0
Brushed Aluminum/Black (2021)

Turbo Vado SL 5.0 EQ

Brushed Aluminum/Black (2021)
Tarmac Black/Cast Battleship/Black (2021)

Die Unterschiede zur EQ-Version sind fix erklärt, EQ bedeutet equipped, und zwar gibt es diese Ausstattung dann dazu:

  • extra langes, 40mm breites Schutzblech aus Aluminium
  • Gepäckträger
  • Fahrradständer
  • Specialized Turbo Connect Computer (TCD)
  • reflektierende Reifen (Nimbus II Sport Reflect statt Pathfinder Sport)
  • Rücklicht (Lezyne Ebike Rear Fender statt des Sattellichts)

Das macht einen Mehrpreis von 200€ bei beiden Modellen aus, was erheblich unter dem Preis der nachbestellbaren Komponenten liegt. Aber wer die Farben oder die Ausstattung der EQ-Modelle nicht gefällt, der darf oder muss nachrüsten, und dabei kann man ja auch ein wenig customizen.

Die Unterschiede der 4.0 zur 5.0 Version sind komplexer. 

Gabel
4.0 aus Aluminium mit Lowrider-Ösen
5.0 aus Carbon mit Future Shock-Federung im Vorbau, ohne Ösen
Sattel
4.0 Gestell aus Stahlschienen
5.0 Gestell mit CrMo-Hohlstreben (Gewicht)
Sattelstütze
4.0 mit zwei Befestigungsbolzen
5.0 mit einem Befestigungsbolzen (Gewicht)
Schaltwerk Shimano
4.0 Deore Shadow Plus GS 10x
5.0 XT Shadow Plus SGS 12x (wieso hier eigentlich kein SLX?)
Schalthebel Shimano
4.0 Deore RapidFire Plus 10x 
5.0 SLX Rapidfire Plus 12x
Kassette Shimano
4.0 Deore 10x/11-42
5.0 SLX Hyperglide+ 12x/10-45
Kette
4.0 KMC e10S 10x/Missing Link™ (und wieso hier keine Shimano Deore?)
5.0 Shimano SLX 12x/Quick Link
Felgen
4.0 700C 22/21 Tiefe/Weite
5.0 DT Swiss R500 23/22 Tiefe/Weite
Bremsen Tektro hydraulic 160mm
4.0 HD-R290
5.0 HD-R510
Vorderlicht Lezyne eBike
4.0 Hecto STVZO E65/210Lumen
5.0 Power STVZO E115/310Lumen

Der Aufpreis liegt bei einer Erstausstattung großzügig gerechnet bei 600€, bei einer Nachrüstung vom Vado SL Turbo 4.0 auf Vado SL Turbo 5.0 bei 1250€, wobei ich den gefederten Vorbau mit 300€ angesetzt habe. Specialized nimmt 1000€ Aufpreis dafür, der Preis ist OK.

Wenn man aber früher oder später auf einen Gravellenker umrüsten will, dann nutzt das Schielen nach einer entsprechende Gruppe:

  • SRAM Apex 1 PM (600€)
  • Shimano GRX RX 600 (650€)
  • Shimano GRX RX 810 (850€)

Noch edler? OK:

  • Shimano GRX  Di2 815 (1300€)

Ein paar Einzelheiten: Interessant ist die Federung beim Vado SL 5.0, die Federelemente sind von außen nicht sichtbar. Hier hat Specialized in die Carbongabel eine interne, Future Shock genannte, Federung eingebaut. Diese bringt 20 Millimeter Federweg und bietet bei Absätzen oder unebenem Untergrund zusätzlichen Komfort.

Wofür ich mich entschieden habe, das wird der Teil 2 🙂

Alle Bilder freigegeben von Germany Ridercare Team, Specialized Germany GmbH

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