Sozial: 1. Notschlafstelle für Frauen

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Endlich Notschlafstelle für Frauen

Nachdem in Salzburg seit dreizehn Jahren um eine dedizierte Notschlafstelle für Frauen gerungen wurde, hat nun endlich die Privatinitiative des Ex-Gemeinderats Ernst Flatscher einen Erfolg erzielen können.

Am 1. August öffnete in der Linzer Bundesstraße 96 Salzburgs erste Notschlafstelle für Frauen ihr Türen.

Für dieses Projekt konnte der Unternehmer Dr. Reindl von der Firma Kareb Automobil-Reparatur- und HandelsgesmbH in der Linzer Bundesstraße 95 gewonnen werden.

Dr. Reindl hat im letzten Jahr ein Haus als Mitarbeiterunterkunft erstanden, seine Mitarbeiter konnten jedoch anderweitig untergebracht werden. Es entstand ein Kontakt zu Herrn Flatscher, dieser konnte Dr. Reindl für das Projekt überzeugen und so wurde durch Herrn Reindl das Haus mit dem Fokus zu einer Notschlafstelle umgebaut, mit modernen sanitären Einrichtungen in jedem Zimmer und gemeinschaftlichen funktionalen Räumen. Das zog eine weitere Investition von 50.000€ für Herrn Dr. Reindl nach sich.

Ebenso stiftete der Salzburger Unternehmer Daniel Bauchinger von der Firma Hausbetreuung Bauchinger GmbH die Elektrogroßgeräte wie Waschmaschinen, Trockner etc. für die Schlafstelle.

Und ein viertes Engagement darf nicht unbeachtet bleiben, die Familie Grundner übernahm die komplette Ausstattung mit Möbeln.

Von der Geschichte her gibt es seit dreizehn Jahren ein Ringen um diese Notschlafstelle, die Notunterkunft in der Hellbrunner Straße bietet gemischten Platz für 9 Männer und 5 Frauen, jedes Jahr öffnet ab November eine Winterschlafstelle für 11 Männer und vier Frauen, und drittens bietet die Arche Süd für 15-20 Frauen eine gemeinsame Unterkunft mit dem Fokus auf neue EU-Bürgerinnen, diese Schlafstelle ist zur Zeit mit Rumäninnen belegt – allerdings nicht als unkomplizierte Notschlafstelle, sondern an gewisse Bedingungen geknüpft.

Durch den einfachen Zugang zu der neuen Notschlafstelle wird Frauen die Möglichkeit gegeben, aus der stillen Prostitution auszubrechen, bei der ein warmes Dach für die Frauen gegen sexuelle Dienstleistungen für die Männer eingetauscht wird.

Frau Dr. Böhm von der Caritas Salzburg hat bereits Hilfe zugesagt, der nächste Weg ist es, die Stadt anzusprechen und einen festen Förderungsbetrag pro Frau/pro Nacht zu verhandeln.

Nachdem die Politik mit der Schaffung einer solchen Notschlafstelle versagt hat und es privaten Institutionen überlässt, die Not an den Symptomen zu kurieren, wird sie hoffentlich unbürokratisch ihre Unterstützung zusagen.

Ansprechpartner sind die Eheleute Ilse und Herrmann Grundner, 0699 12263897.

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