Inklusion: Beth Mount

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Beth Mount ist neben John O’Brien, Marsha Forest und Jack Pearpoint eine Pionierin der Idee von Persönlicher Zukunftsplanung und Personenzentriertem Denken. Neben ihrer internationalen Vortragstätigkeit arbeitet sie in New York mit benachteiligten Jugendlichen, Menschen mit Lernschwierigkeiten und Menschen ohne Lautsprache. Ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit ist Körperarbeit. Sie arbeitet eng mit Arawana Hayashi zusammen, die im Team von Otto Scharmer im Precensing-Institut verankert ist. Somit integriert Mount auch die Theorie U in ihre Arbeit, die ein wichtiges Element in Veränderungsprozessen darstellt.

Beth Mount über ihre Arbeitsweise:

Meine Arbeit in den letzten vierzig Jahren habe ich immer der Schaffung von Möglichkeiten gewidmet, dass alle, vor allem behinderte Menschen, im Lichte ihrer Fähigkeiten und Potentiale gesehen werden.

Meine Gemeinschaft arbeitet ständig an vielen Aspekten von persönlicher, nachbarschaftlicher, organisatorischer und kultureller Veränderung, damit die Hoffnungen, die von Menschen und ihren Verbündeten ausgedrückt werden, einen konkreten Einfluss auf die gesellschaftliche Struktur haben.

Ich bringe Symbole, Muster von Sehnsucht, Freude, Schwierigkeiten und Schönheit von tausenden Menschen zusammen, die lernen, wie man die Fähigkeiten und Gaben jeder Person zum Leben erweckt und wie dadurch eine inklusivere Gesellschaft entsteht. Diese Arbeit spiegelt sich auch in meinem Glauben daran wieder, dass alle Menschen Gaben haben, die sie einbringen und daran, dass die Gesellschaft stärker wird, wenn wir die Fähigkeiten von Menschen, die aus irgend einem Grund stigmatisiert sind, in die Gesellschaft bringen.

Jeder Mensch ist ein Künstler, wenn es darum geht, die eigene Welt zu schaffen. Die Kreativität, die Vorstellungskraft und der Beitrag aller Menschen wird gebraucht, um Gemeinschaft lebendig zu machen.

Aufgewachsen in den 60er Jahren in Atlanta wurde ich beeinflusst von Martin Luther Kings Aufruf, nie zu vergessen, „dass wir alle in einer Bestimmung verbunden sind, gefangen in einem unausweichlichen Netz der Gegenseitigkeit.“

Meine Arbeit mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen in New York in den letzten zwanzig Jahren verstärkt mein Verständnis der unterschiedlichen Ebenen, auf denen Martin Luther Kings Visionen die Hoffnungen und Träume von Menschen berührt.

Im Wesentlichen rufen alle großen Religionen die Menschen zu Gerechtigkeit, Mitgefühl und Gastfreundschaft auf. Es liegt an uns, an der Entwicklung einer Welt mitzuwirken, die diesen Aufruf erfüllt.

Jedes personenzentrierte Projekt repräsentiert ein Stück weit dieses Versprechen.

Übersetzung von Angelika Pichler

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