GWUP

GWUP: Ortstermin

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Gestern Abend haben sich ein paar GWUPies aus Deutschland und Österreich zu einem Gespräch mit Dr. Norbert Aust, dem Autor des zur Zeit wohl aktivsten Blogs in Sachen Traunsteiner Hogwartopathie Beweisaufnahme in Sachen Homöopathie getroffen.

Norbert war tagsüber zu einem Interviewtermin beim Bayerischen Rundfunk geladen und wollte mit seiner Frau Susanne den Abend für einen Ortstermin in Sachen Homöo-Akademie Traunstein nutzen. Was lag näher, als sich mit ihm dort zu treffen :-)

Nach angeregter zweistündiger Diskussion begaben wir uns dann zum corpus delendi, der schon von Frevlern verunziert war :-)


Angeregt von der Auffindung des links abgebildeten Speichermediums konnten wir die komplette Wertschöpfungskette der Homöo-Akademie Traunstein darstellen, rechts im Bild.

Was sich so flapsig liest ist eine Tragödie im Wissenschaftsraum. Der Spiegel hat sehr gut die Hintergründe des Homöo-Akademie Traunstein zusammengefasst, ich darf hier einmal zitieren:

Im Bayern soll im September ein Bachelor-Studiengang in Homöopathie starten.

Kritiker sehen in der Globuli-Kunde eine Pseudowissenschaft.

Der Streit offenbart: Die üblichen Genehmigungsverfahren stoßen hier an ihre Grenzen.

Anja Wilhelm ist guter Dinge. “Es läuft alles nach Plan”, sagt die Leiterin der Homöo-Akademie im bayerischen Traunstein. Im September sollen 20 bis 25 Studenten im Bildungszentrum für Gesundheitsberufe mit dem neuen Studiengang zum Bachelor of Science in Homöopathie beginnen. Schon am 24. März startet das erste Vormodul für Abiturienten. Gelehrt werden soll “klassische Homöopathie auf Hochschulniveau”.

Doch auch wenn der Glaube in die Heilkraft der Globuli und der extrem verdünnten Wirkstoffe weit verbreitet ist – dass Homöopathie eine Wissenschaft ist, bezweifeln viele. Für die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) ist der Studiengang schlicht ein akademischer Etikettenschwindel, der “einer Pseudowissenschaft höhere Weihen” verleiht.”Der Homöopathie fehlt das Bestreben einer Wissenschaft zur Erforschung ihrer Grundlagen”, kritisiert Norbert Aust von der GWUP. Stattdessen würden die 200 Jahre alten Schriften des Gründers Samuel Hahnemann ohne Vorbehalte als richtig postuliert. “Forschung in der Homöopathie zielt einzig darauf, den Vorwurf der Unwirksamkeit zu widerlegen”, wettert Aust. Das soll auch die Meta-Analyse, mit der die Homöo-Akademie argumentiert und die Aust auf seinem Kritiker-Blog analysiert hat. Sein Ergebnis: Was die Homöopathen aus der Analyse herauslesen, steht gar nicht drin.

Umstrittene Alternativmedizin, verflochtene Verwaltung

weiter beim Spiegel…


Unser Fazit :-)