COOK: Salzburger kochen für Salzburger

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Die Idee

Unter dem Motto »Salzburger kochen für Salzburger« und dem Symbol des Kochtopfes versammeln sich einige der besten Köche Salzburgs und machen die salzburger waermestube für die Bedürftigen zu einem Ort des guten Geschmacks – aus Respekt vor der Menschlichkeit und Würde dieser Menschen.

Ziel dieser Kampagne ist eine erweiterte Präsenz der salzburger waermestube in der Öffentlichkeit, um die Akzeptanz permanent zu erhöhen, kurzfristig Spenden zu sammeln und vor allem die Bedürftigen kulinarisch zu verwöhnen.

Die Umsetzung

Die teilnehmenden Gastronomen kochen mittags an einem Tag/zwei Tagen für die bedürftigen Gäste der salzburger waermestube, im Schnitt sind das zwischen 80 und max. 100 Portionen für ein Mittagessen. Es obliegt dem Gastronomen, ob er vor Ort in der professionell ausgestatteten Küche Kocht oder ob die Essen angeliefert werden bzw. abzuholen sind. Die Firma Gallbauer Catering hat sich bereit erklärt, die bereitgestellten Essen abzuholen und in die salzburger waermestube zu bringen.

Natürlich liegt es auch in der freien Entscheidung des Gastronomen was und wie er kocht, individuelle Details können mit dem Projektverantwortlichen der salzburger waermestube natürlich jederzeit vereinbart werden.

Zusätzlich stellt jeder Koch ein Rezept nach dem Motto „Von Herzen gekocht“ zur Verfügung und erlaubt die Veröffentlichung im Charitykochbuch, welches ab Advent 2014 zu einem Spendenpreis erhältlich ist. 100% der Einnahmen kommen dabei der salzburger waermestube zugute.

Der Verein

Die salzburger waermestube ist eine Vereingründung nach einer privaten Initiative für alle unschuldig in wirtschaftliche Not geratenen Menschen, die unsere Hilfe brauchen. Sie ist uneigennützig und gänzlich unpolitisch tätig, wenngleich sie die Versäumnisse der Politik an den Symptomen kurieren muss. Jede auch noch so Spende kommt den Menschen direkt zugute.

Die salzburger waermestube bringt an jedem Wochenende, genau in jenen Zeiten, in denen andere Einrichtungen nicht geöffnet sind, täglich bis zu 150 warme Mahlzeiten auf den Tisch.

Die salzburger waermestube gibt bedürftigen Menschen, egal aus welcher Schicht und welchen Alters, einen Ort der Begegnung, ein soziales Netz und zumindest ein paar Stunden Wärme und Geborgenheit und die Gelegenheit, auch für alltägliche Bedürfnisse wie das Duschen oder das Wäschewaschen ist mit entsprechenden Einrichtungen gesorgt.

Die Teilnehmer

Januar Karl & Rudolf Obauer Restaurant-Hotel Obauer
Februar Harald Kratzer Gablerbräu
März Michael Gahleitner Gasthaus zu Schloss Hellbrunn
April Martin Hauthaler Hotel-Restaurant Laschenskyhof
Mai Bernhard Koller K+K Restaurants Waagplatz
Juni Tobias Brandstätter Restaurant Brandstätter
Juli Bernhard Winding Hotel Heffterhof Salzburg
August Andreas Kaiblinger Restaurant Esszimmer
September Hannes Bachmann Augustiner Gasthof Krimpelstätter
Oktober Ernst Kronreif Gasthof Hohlwegwirt
November Gerhard Schönbauer Landgasthof Holznerwirt
Dezember Ernst Kohm Landesberufsschule Obertrum

Die Pressekonferenz

Am 15. Januar fand zum Auftakt der Veranstaltungsreihe eine Pressekonferenz statt, hier ein Auszug aus dem Pressespiegel.

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Eva Hammerer Salzburg-Stadt (SN). Ein Salzburger Ehepaar kann sich das Öl zum Heizen nicht leisten. In der kalten Wohnung benutzen die Mindestpensionisten zum Schlafen ihre Mäntel, zusätzlich zu ihren Sommerdecken. Für Wintertuchenten fehlt das Geld. Das Ehepaar besucht auch die Salzburger Wärmestube. Dort erhalten Bedürftige donnerstags, an Wochenenden und Feiertagen kostenlos Essen. Die Mitarbeiter dort konnten dem Ehepaar auch Heizöl und Winterdecken besorgen.

Seit elf Jahren gibt es die Wärmestube und sie ist Anlaufstelle für viele Bedürftige. Johannes Orsini-Rosenberg, Obmann der Wärmestube, erzählte: „Wir haben die Notwendigkeit gesehen, Bedürftigen die Möglichkeit eines warmen Essens zu bieten – und das umsonst.“ So wurde der Verein gegründet. Damals kamen 30 Menschen, heute kommen pro Öffnungstag bis zu 150 warme Mahlzeiten auf den Tisch.

Zu Gast sind Menschen, die in ihrer Armut am Rand der Gesellschaft leben: Mindestpensionisten, Obdachlose, geschiedene Erwachsene, die ihren Job verloren haben, oder junge Familien, denen wegen hoher Mieten kein Geld mehr für Essen bleibt. Erschreckend sei, dass der Frauenanteil stark gestiegen sei, sagen die Betreiber der Wärmestube. Sie verzeichneten aber auch mehr junge und mehr ältere Menschen.

Prominente Unterstützung erhält die Wärmestube von Gerry Friedle, besser bekannt als DJ Ötzi. Er hat am eigenen Leib erfahren, was es heißt, in einer Notlage zu sein. „Ich musste damals bei der Gemeinde um Geld bitten. Mir wurde nicht geholfen, ich habe mich durchgekämpft.“ Wenn er nun anderen Menschen in Not helfen könne, „finde ich das grenzgenial“, sagte er. Er gab im Dezember zum zweiten Mal auf dem Adventmarkt in Hellbrunn ein Konzert, bei dem er Spenden für die Wärmestube sammelte. Damit und mit der Aktion „Salzburger helfen Salzburgern“ konnten 40.000 Euro gesammelt werden. Das ist das Jahresbudget, das die Einrichtung für den Betrieb benötigt.

Heuer haben zahlreiche Salzburger Köche Hilfe für die Wärmestube zugesagt: Die Brüder Obauer, Tobias Brandstätter, Bernhard Koller, Hannes Bachmann, Johanna Maier, Andreas Döllerer und Harry Kratzer werden Essen für die Wärmestube zubereiten. Karl Obauer erklärte: Es habe „keine Sekunde des Zögerns“ gegeben, als die Brüder um Hilfe gebeten wurden. „Wir sind dabei – mit Freude und Stolz.“

Der ehemalige Gemeinderat Ernst Flatscher war ein Gründer der Wärmestube. Er kritisierte, dass die Politik ihre Verpflichtungen nicht wahrnehme, Armut werde negiert. Die Wärmestube decke zwar einen Teil ab, aber dieser sei nicht annähernd bedeutend. Das Angebot der Wärmestube finanziert sich zu 100 Prozent aus Spenden. Auch Sachspenden nehmen die Mitarbeiter gern entgegen. So schicke eine Frau alle 14 Tage ein Paket mit gestrickten Produkten. SN-Info: Spendenkonto: „Salzburger Wärmestube“; Salzburger Sparkasse, Konto Nr. 00 40 92 17 28, BLZ: 20 404, IBAN AT76 2040 4000 4092 1728; BIC SBG SAT 2S.

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Salzburgs Spitzenköche versammeln sich in der Wärmestube und schwingen den Kochlöffel für die gute Sache.

SALZBURG (lg). Eine junge Mutter, die sich das Essen für sich und ihr Kind nicht mehr leisten kann. Ein Ehepaar, dem das Geld fehlt, um in der kalten Jahreszeit Öl zum Heizen zu besorgen und das sich zum Schlafen mit Wintermänteln zudeckt – für eine Wintertuchent mangelt es an Geld. Für diese Menschen ist die Salzburger Wärmestube ein Platz, an dem sie eine warme Mahlzeit und zumindest ein paar Stunden Wärme und Geborgenheit finden. Seit bereits elf Jahren gibt es die Wärmestube. “Die Armut wird in Salzburg gerne totgeschwiegen, wir haben die Notwendigkeit gesehen, diesen Menschen eine warme Mahlzeit zu bieten, ihnen zu helfen und sie ‘aufzufangen'”, erzählt der Obmann Johannes Orsini-Rosenberg.

Spitzenköche mit dabei

Prominente Unterstützung erhält die Wärmestube von Gerry Friedle alias DJ Ötzi. “Ich musste am eigenen Leib erfahren, was es heißt, in einer Notlage zu sein. Ich finde es genial, helfen zu können”, so Friedle. Jetzt wurde auch unter dem Motto “Salzburger kochen für Salzburger” eine Kampagne gestartet, anlässlich derer zahlreiche Salzburger Spitzenköche zugesagt haben, für die Menschen dort zu kochen. Neben Johanna Maier, Andreas Döllerer, Hannes Bachmann oder Tobias Brandstätter sind auch die Brüder Obauer mit dabei. “Wir haben keine Sekunde gezögert. Es erfüllt uns mit Freude und Stolz, hier helfen zu können”, erzählt Karl Obauer. Eine Reportage zur Wärmestube finden Sie auf www.meinbezirk.at.

2 Kommentare

  1. Das ist eine mehr als geniale Aktion – wer hat denn die ganzen Köche zusammengetrommelt?

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