BLOG: Was bewegt Online-Trolle

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Mein Beitrag des Tages von heute ist von Daniel Rettig, dem Autor des Buchs Die guten alten Zeiten: Warum Nostalgie uns glücklich macht und Co-Autor von Ich denke, also spinn ich.

Die Erstveröffentlichung des Artikels war auf Daniels kritisch psychologischem Blog alltagsforschung.de.


Kommentarspalten im Internet verkommen häufig zum Sammelplatz der Frustrierten: Onlinetrolle machen jede sinnvolle Diskussion zunichte. Aber was bewegt solche Nutzer? Laut einer neuen Studie neigen sie zu Sadismus, Narzissmus und Psychopathie.

Der Amerikaner Mike Godwin behauptete im Jahr 1990: In Online-Diskussionen ist es nur eine Frage der Zeit, bis jemand einen Nazivergleich einbringt. Das meinte er damals zwar satirisch, doch “Godwins Gesetz” zeigt sich durchaus in der Realität.

Eigentlich ist es ja eine feine Idee, dass die Nutzer Texte, Fotos und Videos nicht nur konsumieren dürfen, sondern auch kommentieren können. Uneigentlich wirkt sich das im Alltag häufig negativ aus.

Kommentarspalten verkommen häufig zum Sammelplatz der Frustrierten und Gelangweilten. Jene, die sich nicht mit dem Inhalt auseinandersetzen, sondern vor allem motzen, pöbeln und schimpfen wollen.

Der neudeutsche Ausdruck für solche Nutzer lautet Trolle. Statt die direkte Konfrontation zu suchen, verstecken sie sich hinter anonymen Nutzernamen. Aus der Verborgenheit tippen sie Dinge in die Tastatur, die sie im direkten Gespräch niemals sagen würde. Ihr größter Lohn ist, wenn man auf ihre Provokationen auch noch reagiert.

So irritierend dieses Verhalten auf Außenstehende wirkt, so faszinierend ist es für Wissenschaftler.

Weiterlesen bitte auf Daniels Blog

2 Kommentare

  1. Danke für diesen Kommentar. Daniel Rettig wertet nicht, er stellt selbst keine Untersuchungen an, sondern weist lediglich auf eine Studie hin. Insofern sollte – oder besser müsste – sich die Kritik an die Erstellerin der Studie richten, Erin E. Buckels.

    Das kann man entweder über ihre Seite an der University of Manitoba tun, oder sich einen anderen Kontaktweg einfallen lassen.

    https://umanitoba.academia.edu/ErinBuckels

    Die Studie kann man hier downloaden:

    https://www.academia.edu/6016545/Trolls_just_want_to_have_fun

  2. Ich glaube sie machen es sich hier zu einfach und verkennen die Tradition der Streitkultur des Netzes und den Wert dieser für unsere Gesellschaft.

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