FOTO: Anders Petersen

| Keine Kommentare

Ich habe die Fotografien von Anders Petersen schon immer bewundert, ungeschminkte Schwarz-Weiss-Photographie, immer ohne Maske, nackt, und das oft nicht nur im übertragenen Sinne.

Wikipedia schreibt:

Anders Petersen studierte 1966–1967 bei Christer Strömholm in Stockholm Fotografie. Mit 18 Jahren besuchte er erstmals Hamburg und geriet dort zufällig ins „Café Lehmitz“, eine Bierkneipe an der Reeperbahn. Bei einem neuerlichen Besuch im Jahr 1968 begann er, die Gäste zu fotografieren. Seine im Laufe dreier Jahre entstandenen Aufnahmen wurden 1978 in Buchform veröffentlicht; Café Lehmitz gilt mittlerweile als Klassiker der Milieufotografie: „Während Männer trunken an den Leibchen derangierter Weiber herumfummeln, ist für diesen Augenblick zwischen Wettsauferei, kostenlosen Entblößungen und sinnlosen Hahnenkämpfen in der tiefen schwarzen Körnung der Kleinbildfotografie alles in Ordnung. Ohne Zweifel ist es Petersen gelungen, sich in die besten Stunden der Verzweifelten einzuklinken.“

Zusammen mit Kenneth Gustavsson begründete Petersen 1970 die Stockholmer Fotografengruppe SAFTRA, gleichzeitig unterrichtete er in der Fotografenschule Christer Stromholms.

Petersen hat seitdem über 20 Bücher veröffentlicht; sie wurden verglichen mit „Tagebüchern seiner Erlebnisse mit Menschen und Orten, denen man allenfalls am Stadtrand oder im Schutze der Dunkelheit begegnet.“ Petersen hat u. a. in Gefängnissen, Altenheimen und psychiatrischen Kliniken fotografiert. Sein neuestes Buch aus 2012 wurde von der Londoner Galerie The Photographer’s Gallery herausgegeben und vom Galeristen Brett Rogers mit einem Nachwort versehen.

Petersen hat eine Ausstellung in der Nationalbibliothek in Paris – leider nicht im Einzugsbereich des Salzburger Nahverkehrs.

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: