ToE: Dr. Peter Schmid | Vom Big Bang zum Higgs

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Am 6. Februar fand an der Salzburger PH zum 5. Mal der Science Day statt.

Die seit 2010 jährlich vom nawi-Netz Salzburg durchgeführten “Science Days” bieten für Kindergartenkinder, Volksschüler/innen, Schüler/innen der Sekundarstufen I/II sowie Begleiter/innen und Lehrer/innen die Möglichkeit, an naturwissenschaftlichen Workshops, welche von Expertinnen und Experten namhafter naturwissenschaftlicher Organisationen geleitet werden, teilzunehmen.

Durch spannendes und altersgerecht durchgeführtes Experimentieren bekommen die Kinder und Jugendlichen einen motivierenden Einblick in naturwissenschaftliche Themen. Die Science Days sollen zum Fragen – Forschen – Staunen anregen.

Seit 2011 gibt es als Belohnung einen prominent besetzten Abschlussvortrag:

Heute hielt nun Dr. Peter Schmid einen sehr interessanten Beitrag, er stellte den Big Bang, das Standardmodell der Kosmologie, und die Higgs-Elementarteilchen (nebst Wechselwirkungen), dem Standardmodell der Elementarteilchenphysik, in einen untrennbaren Zusammenhang. Warum? Weil er es kann :-)

Im Standardmodell der Kosmologie griff Dr. Schmid wichtige Punkte heraus, die Häufgkeit der Elemente (Big Bang Nucleosynthesis), die Kosmische Hintergrundstrahlung (cosmic microwave background radiation CMBR) und die Expansion des Universums:

060915_CMB_Timeline150

Grafik: NASA

Im nächsten Schritt ging es an die Elementarteilchen, nach einem theoretischen Exkurs in die Quantenfeldtheorie, die Quantenmechanik und die Quantenchromodynamik ging es zu den Wechselwirkungen: zur Elektroschwachen und Elektrostarken Wechselwirkung, zum Higgs-Mechanismus und zur lokalen Eichgruppe, um dann schließlich bei den bislang 61 bekannten Elementarteilchen zu landen.

Standard_Model_of_Elementary_Particles-de.svg

Grafik: Wikipedia

Von hier war es nicht weit bis hin zur Weltformel, einzig fehlte dazu noch die Einbeziehung der Quantengravitation, der Quantenphysik und der allgemeinen Relativitätstheorie, jener Formel, die also die beiden großen physikalischen Theorien des 20. Jahrhunderts vereinigen soll, nicht etwa aus Zeit- oder Verständnismangel, nein, sie ist leider noch in der Entwicklung.

So konnten wir abschließend auch noch nicht die Grand Unified Theory schlüssig beweisen, und somit fehlte das wichtigste Bindeglied zur ToE, der Theorie of Everything. Aber vielleicht bei den nächsten Science Days?

Bild: Ronald Obermoser

Lieber Dr. Schmid, danke für den lebendigen und kurzeiligen Vortrag, danke auch an die Organisatoren des science days, Renate Achleitner und Fritz Baier, für den hochkarätigen Referenten.

Wenn wir uns beim nawi-Netz Salzburg mit einer Einladung für unsere GWUP-Treffen bedanken dürfen? Die Termine finden Sie hier.

 

2 Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Dr. Gradert!

    Vielen Dank nicht nur für den hervorragenden Bericht zum gestrigen Vortrag, sondern auch für Ihre Anwesenheit und die Diskussionsbeiträge!
    Nach einem sehr intensiven gestrigen Tag sind wir gerade dabei, unsere Eindrücke zu sortieren und entsprechend zu verarbeiten. Da ich morgen bereits zu einem Forschungsprojekt auf den Galapagos-Inseln aufbreche, wird sich ein Blogbericht verzögern, ich hoffe aber, dass wir das in den Tagen darauf nachreichen können.

    Mit freundlichen Grüßen
    Fritz Baier

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