KATH: Nonnen brauchen keine Familienplanung

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Ach, das musste man erst feststellen – und das im Mutterland der Bigotterie? Ich bin zutiefst zufrieden, zeichnet ja auch alle 2000 Jahre nicht irgendein männliches Wesen dafür verantwortlich, sondern der Heilige Geist. παράκλητος nicht nur von Witwen, sondern auch von Pinguintanten wie Schwester Mary Stigmata und anderen.

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Hier der ganze Text:

Der Oberste Gerichtshof der USA hat eine Gemeinschaft katholischer Ordensfrauen von der Versicherungspflicht für Familienplanung befreit

Washington (kath.net/KNA) Der Oberste Gerichtshof der USA hat eine Gemeinschaft katholischer Ordensfrauen von der Versicherungspflicht für Familienplanung befreit. Demnach brauchen die «Little Sisters of the Poor» in Colorado nicht an dem neuen Gesundheitsprogramm teilzunehmen, das unter anderem kostenlosen Zugang zu Verhütungsmitteln, Sterilisation und der «Pille danach» vorsieht, wie die Onlineausgabe der «Washington Post» (Freitagabend Ortszeit) meldete. Zugleich betonten die Richter in Washington, die Entscheidung dürfe nicht als generelle Äußerung des Obersten Gerichts zu der Familienplanungsklausel verstanden werden.

Nach der Anordnung des Washingtoner Gerichts müssen die «Little Sisters of the Poor» lediglich in einem formlosen Schreiben an das Gesundheitsministerium erklären, dass sie eine gemeinnützige Organisation sind und aus religiösen Gründen eine Absicherung von Familienplanungsmaßnahmen ablehnen.

Zwar räumt die Regierung religiösen Einrichtungen schon eine Befreiung von dieser Versicherungspflicht ein; die in der Altenpflege tätigen Ordensfrauen weigerten sich laut «Washington Post» aber, für sich und ihre 75 Beschäftigten das dafür vorgesehene amtliche Formular zu verwenden, weil dieses nach ihrer Auffassung lediglich eine Übertragung der Versicherungspflicht bedeute.

Der Anwalt der Ordensfrauen, Marc Rienzi, äußerte sich zufrieden. «Die Regierung hat eine Menge Möglichkeiten, Verhütungsmittel unter die Leute zu bringen», sagte er nach der Entscheidung am Freitag dem Pressedienst «Catholic News Agency». «Sie braucht dafür nicht Nonnen zur Teilnahme zu zwingen.»

Der «Affordable Care Act» verpflichtet seit Beginn dieses Jahres Arbeitgeber dazu, ihren Beschäftigten durch Krankenversicherungen eine kostenlose Gesundheitsvorsorge zu gewähren. Darin sind auch Familienplanungsleistungen eingeschlossen. Die katholische US-Bischofskonferenz tritt energisch für eine weit gefasste Ausnahmeregelung ein. Laut Medienberichten wurden gegen die Familienplanungsklausel bislang 88 Klagen wegen Verletzung der Religionsfreiheit eingereicht; 75 Fälle sind anhängig.

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

Weitergedacht:
Warum werden die Pfarrer nicht auch davon befreit?
Ist diese Entscheidung evidenzbasiert?

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