TECH: Airwriting soll Tastatur ersetzen

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Gerade bei nano gelesen: Handschuh erkennt Schrift aus Bewegungen

Die Karlsruher Informatiker Prof. Tanja Schultz und Christoph Amma haben einen Handschuh entwickelt, der an den Armbewegungen erkennt, was geschrieben wird.

Das könnte schon bald das mühselige Tippen auf den virtuellen Minitastaturen von Handys überflüssig machen, teilte das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) im Februar 2013 mit. “Der Airwriting-Handschuh erlaubt es, in die Luft zu schreiben wie auf eine unsichtbare Tafel”, erklärte Amma. Beschleunigungs- und Drehsensoren übersetzten diese Bewegungen dann in Schrift. Dafür sind charakteristische Signalverläufe für jeden Buchstaben hinterlegt. “Dabei hat das System derzeit eine Fehlerrate von elf Prozent. Passen wir das System an die individuelle Schreibweise seines Benutzers an, sinkt sie auf nur drei Prozent.”

Ihre Entwicklung hat den Forschern den mit 61.000 Euro dotierten Google-Preis eingebracht. Mit dem Geld des “Google Faculty Research Award” wollen die Wissenschaftler das Verfahren verfeinern und den Tragekomfort erhöhen. “Denkbar wäre dann beispielsweise die Integration in ein unauffälliges Armband”, sagte Amma. Das System könne auch direkt in Smartphones integriert werden, die dann selbst zu einem Schreibstift werden.

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