DMIS: Rwanda – DRC Congo Refugee Influx

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Brief description of the situation

On the mid-night of 15th March 2013, The DRC Congo M23 group engaged in fighting amongest themselves in Kibumba, inside DRC, approximately 2kms from the Rwandan boarder to the DRC Congo. It is reported that many people have fled to Kabuhanga Boarder communities for safety in Rwanda. Approximately 5,000 Refugees have crossed to Rwanda. There are currently hosted by Rwandan community friends and others are hosted nearby on Kabuhanga site and on addition to that,700 label fighters separated from M23 have also withdrawn from the fighting and they have come to Rwanda seeking for refugee. All these refugees they are currently camped at kabuhanga site area but communities are on different site with the army lebels M23.

There are urgent needs at Kabuhanga boarder where refugees are camped which includes; water tracking at Kabuhanga Border, need for the mobile toilets, Energy Biscuits for supporting refugees and NFIs because of being empty handed and First aid services due to big injuries. The number of missing and death are still estimations that need to be confirmed later.

Hintergründe aus dem taz-blog:

Der Bruderkrieg bei den M23-Rebellen in Nord-Kivu scheint vorbei zu sein. Die Mehrheitsfraktion um Militärführer Sultani Makenga hat sich gegenüber der flüchtigen Minderheit um den abgesetzten Präsidenten Jean-Marie Runiga durchgesetzt. Verschiedene Quellen bestätigen, dass Runiga selbst, sein wichtigster Militärkommandant Baudouin Ngaruye, weitere Offiziere wie Seraphin Mirindi und mehrere hundert Soldaten sich aus ihrer letzten Hochburg Kibumba über die nahe Grenze nach Ruanda gerettet und sich ergeben haben.

Auf Twitter zirkulieren heute Fotos von Runiga in einfachem roten Hemd im ruandischen Transitlager Nkamira. Er soll um Sonderstatus gebeten haben und darum, nach Uganda gebracht zu werden. Runiga hält sich nach wie vor für den wahren politischen Führer der M23.

Die Rebellenbewegung M23 hatte sich Ende Februar gespalten. Militärführer Sultani Makenga hatte Präsident Runiga für abgesetzt erklärt und ihm mangelnde politische Ideen sowie Nähe zu dem vom Internationalen Strafgerichtshof mit Haftbefehl gesuchten Bosco Ntaganda vorgeworfen. Zuvor war es zu Kämpfen zwischen verschiedenen Fraktionen der M23 gekommen. Runiga erkannte die Absetzung nicht an. Er verlor aber faktisch die Macht, musste aus Bunagana fliehen und stieß mit seinen Anhängern zu den Einheiten im Süden des M23-Gebietes nahe der Front zu Goma, die Bosco Ntaganda nahestehen und ihre Basis in Kibumba rund 30 Kilometer nördlich von Goma haben. Makenga und seine Truppen behielten die Kontrolle über die Rebellenhauptstadt Bunagana und die Distrikthauptstadt Rutshuru, die kurzzeitig von Kongos Regierungsarmee besetzt und dann wieder zurückgegeben worden war – ein Zeichen dafür, dass Kinshasa Makenga anerkannte, was wiederum Runiga und seine Freunde zum Schluss führte, Makenga sei gekauft worden und sei dabei, einen heimlichen Separatfrieden mit Kabila zu schließen.

In den Wochen dancah zeigte sich, dass die Runiga-Fraktion zunehmend isoliert war. Die Makenga-treue M23 gab sich mit Bertrand Bisimwa einen neuen Präsidenten und führte die Friedensgespräche mit Kongos Regierung in Ugandas Hauptstadt Kampala weiter, obwohl die dortige Rebellendelegation offenbar ebenfalls gespalten war. Die Makenga-treue M23 behielt auch die Kontrolle über die Waffenbestände und das Militärhauptquartier Rumangabo, und sie übernahm die Medien der Rebellen und damit die Hoheit über die Außendarstellung. Sie trieb die Runiga-Bosco-Fraktion in die Enge, warf ihr Schwächung der Rebellion und Kumpanei mit Milizen wie der FDLR vor, und brachte einige ihrer Mitglieder zum Überlaufen. Mit diesen konnte sie dann die Eroberung des Runiga-Bosco-Gebietes planen und durchführen.

In der vergangenen Woche brachen erneut Gefechte aus, während auf der zunehmend verzweifelten Bosco-Seite von Hinrichtungen berichtet wurde. Zugleich zirkulierten Berichte, wonach am 15. März in Kampala ein Friedensabkommen zwischen M23 und Kongos Regierung unterzeichnet werden sollte – ein von Regierungsseite in Kinshasa in Umlauf gebrachter, später dementierter und inzwischen wieder in der Versenkung verschwundener Abkommensentwurf kam einer faktischen Kapitulation der M23 gleich, mit individueller Reintegration der Rebellenkämpfer in die Regierungsarmee ohne Bedingungen, und war deswegen nicht ernst zu nehmen.

Was genau in den letzten Tagen geschehen ist, bleibt unklar, aber heute kontrolliert die M23 unter Makenga nach eigenen Angaben und nach unabhängigen Berichten wieder das gesamte Rebellengebiet in Nord-Kivu, und von der schnellen Unterzeichnung eines Friedensvertrages mit Kinshasa spricht keiner mehr. Das wiedervereinigte M23-Rebellengebiet endet jetzt bei Kibati rund 10 Kilometer nördlich von Goma; der Bereich südlich davon, mit den Hügeln von Munigi, von wo aus die M23 direkt Goma bedrohen konnte, ist unter UN-Kontrolle.

Mehr als 500 Soldaten der Runiga-Fraktion, darunter sechs hohe Kommandeure, sollen sich ergeben haben und in Rumangabo zusammengeführt worden sein, berichtet eine Quelle der Rebellen. Nach Ruanda sollen über Nacht und am frühen Morgen rund 600 Kämpfer geflohen sein, meldet die ruandische Regierung; eine andere Quelle zählt von 718 in Ruanda, 650 in Rumangabo und 400 weitere, die sich der UN-Mission im Kongo (Monusco) zwecks Demobilisierung ergeben hätte.

Die ruandischen Behörden brachten internationale Militärbeobachter, Diplomaten und Journalisten an die Grenze, wo die fliehenden Kongolesen – darunter auch 1143 Zivilisten – aufgenommen und registriert wurden. Manche der Kämpfer waren verwundet. Ihre erheblichen Waffenbestände wurden eingesammelt.

Bosco Ntaganda ist übrigens nicht dabei. Er soll mit rund 30 Getreuen die Flucht ergriffen haben, bevor sich das Gros seiner Truppen ergab, und es gibt heute widersprüchliche Angaben über seinen Aufenthaltsort. Die M23 hat mehrfach gesagt, sie wolle ihn finden und verhaften.

 

 

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