QYPE: Olympisches Dorf in München

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Auslöser für diesen Beitrag ist der Abriss und Wiederaufbau des Olympiadorfes, der ganze Neubau im alten Stil soll nur zwei Semester dauern.

Aber nun zum Dorf:

1960 begannen schon die Planungen für das Olympische Dorf in München auf dem Oberwiesenfeld, 1968 startete hier das letzte Flugzeug.

Das Oberwiesenfeld war ab 1907 nämlich der erste Verkehrsflughafen von München, wurde 1939 später von München-Riem abgelöst und 1992 vom Franz Josef Strauß Flughafen im Erdinger Moos.

Die im Mai 1971 eingezogenen ersten Studenten mussten vom März bis September 1972 vorübergehend wegen der Olympiade ausziehen, am 1. Oktober zogen dann 1800 Studenten ein, bei einem Mietpreis von 120DM (mittlerweile 245EUR).

Im Juli 1974 gründeten Bewohner des ehemaligen Frauendorfs im olympischen Dorf den Verein "Studenten im Olympiazentrum e.V.", ein moderne Version des sowjetischen Modells der Räterepublik. Anerkannt vom Münchner Studentenwerk, verwalten die Studenten im Olympiadorf sich selbst und leben fast autark in der "Räterepublik Olydorf". Elf Räte (Ausschüsse) und diverse Betriebe gestalten das Zusammenleben der 1800 Studenten im Dorf.

Die Bungalows im Schatten des Olympiaturms sind die Datschen der Republik – ein Vorgeschmack auf das Eigenheim.

800 dieser Mini-Häuschen stehen im Olympiadorf, hier ein paar Photos:

Das ist 800 mal preisgekrönte Architektur zum Dumpingpreis dank Studentenwerk, rund 280 Euro zahlen Studenten für ihr Häuschen mit Dachterrasse. Jeder Bungalow verfügt über einen begehbaren Kleiderschrank, eine Kochnische und die obligatorische Nasszelle im "Erdgeschoss", über eine kleine Treppe gelangt man zu den heißgeliebten Hochbetten – 24 durchdachte Quadratmeter, jeder Bungalow ist bemalt, von Besitzer zu Besitzer unterschiedlich.

Viele Wände zieren die Namen der Teilnehmer-Länder und erinnern ein wenig an die unterschiedlichen Nationen, die vor 30 Jahren Einzug in die Bungalows hielten.

Für weitere Informationen empfehle ich die sehr empfehlenswerte Website des Olydorfes.

Mein Beitrag zu Olympisches Dorf – Ich bin agradert – auf QYPE

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