QYPE: Gradierwerk in Bad Salzuflen

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Davon gibt es zwei in Bad Salzuflen, eins davon ist das zweitgrößte in Deutschland.

Ein Bummel entlang der Bad Salzufler Gradierwerke ist so gesund
wie ein Spaziergang am Meer.

Der erste „Gradierfall“ wurde im Jahr 1767 von Freiherr von Beust errichtet und diente bis ins Jahr 1945 der Salzgewinnung. Heute sind die Gradierwerke mehr als nur ein Relikt aus vergangener Zeit. Das große Gradierwerk am Rosengarten, das auffällige Wahrzeichen Bad Salzuflens, gehört zu den größten Freiluft-Inhalatorien im „Heilgarten Deutschlands“.

Im Juli 2007 wurde in Bad Salzuflen Europas modernstes Gradierwerk eröffnet. Das von Grund auf neu erbaute ErlebnisGradierwerk ist 80 Meter lang und beherbergt eine Reihe von Besonderheiten, die die Anlage einmalig machen: Es wird nicht nur von außen, sondern auch von innen berieselt. Ein Gang mit kleinen Ruhenischen führt in eine Sole-Nebelkammer und modernste Lichttechnik setzt das gesamte Bauwerk stimmungsvoll in Szene. Eine Aussichtsplattform bietet herrliche Ausblicke auf Stadt und Kurpark.

Bis zu 600.000 Liter Sole rieseln täglich über die Schwarzdornwände, zerstäuben dabei zu feinstem Nebel und bilden ein meerähnliches Klima.

Dieser Solenebel gelangt mit einer Fülle von vitalisierenden Mikro-Partikeln in die Atemwege, das stimuliert die Durchblutung der Lunge und den Sauerstofftransport ins Blut auf ganz natürliche Weise.

Die auf 20 bis 22 Prozent Salzgehalt gradierte und gereinigte Sole ist zugleich das wichtigste Kurmittel im Inhalatorium des RehaVital Therapiezentrums. Hier wird die Sole in unterschiedlichsten Zerstäubungen zur Behandlung von Atemwegserkrankungen eingesetzt.

Die Gradierwerke heute werden als Freiluft-Inhalatorium genutzt und produzieren ein meerähnliches Klima. Sie locken jährlich zahlreiche Kur- und Urlaubsgäste nach Bad Salzuflen. Das Einatmen der salzigen Luft wirkt besonders heilsam bei Atemwegserkrankungen.

Der „Gradierer“ des Staatsbades kontrolliert täglich bis zu 1.000 Hähne, über die die Sole reguliert wird.

Alle acht bis zwölf Jahre muss der Schwarzdorn komplett erneuert werden, da die Gradierwerke durch Ablagerungen aus Kalk und Eisen „zuwachsen“. Dazu werden bis zu 1.000 Bündel Schwarzdorn herbeitransportiert. Früher wurde der Schwarzdorn in der näheren Umgebung geschlagen, heute kommen die Schwarzdornbündel in großen LKW-Ladungen aus Polen.

Fälschlicherweise wird das Gradierwerk auch als „Saline“ bezeichnet.

Bilder: Stadt Bad Salzuflen

Mein Beitrag zu Gradierwerk – Ich bin agradert – auf QYPE

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