QYPE: Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo

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LemgoKunst & KulturMuseen

Das Städtische Museum Hexenbürgermeisterhaus gehört zu den ältesten Stadtmuseen in Ostwestfalen-Lippe. Das Haus ist ein herausragendes Beispiel städtischer Architektur im Stil der Weserrenaissance.

Das Haus ist ein Beispiel für repräsentative Bürgerhäuser, die in den wirtschaftlich prosperierenden Städten des 16. Jahrhunderts von wohlhabenden Kaufleuten erbaut wurden.

Wahrscheinlich erbaute Ludolf Crosman 1568 den spätgotischen Hauskörper, vor den Herman Wulff 1671 die bis heute beeindruckende Fassade baute, der anscheinend bald danach Auslucht (vom Erdboden aufsteigender ein- oder mehrgeschossiger Vorbau) und Erker hinzugefügt wurden. Der ursprüngliche Bauherr war Herman Kruwel, der einer bedeutenden Kaufmanns- und Bürgermeisterfamilie entstammte. Es sollte ein traditionelles Dielenhaus entstehen mit Speicherraum wie auch Platz für einen angemessenen Wohnraum. Das Haus ist eines der bedeutendsten Bürgerhäuser in Nordwestdeutschland. Seit 1911 ist es im Besitz der Stadt Lemgo und seit 1926 Städtisches Museum.

Trotz mehrfacher Umbauten und Restaurierungen blieb der Charakter eines frühzeitlichen Bürgerhauses bewahrt. Wegen einer zunehmenden Gefährdung der Substanz und der Notwendigkeit, im Haus eine heutigen Kriterien entsprechende Präsentation der Sammlungen des Museums einzurichten, begannen 1998 grundlegende Sanierungsarbeiten. Träger der Baumaßnahme ist die "Hexenbürgermeisterhaus Alte Hansestadt Lemgo GbR“, deren Gesellschafter die Stadt Lemgo und die STAFF STIFTUNG sind. Vorrangiges Ziel und wesentlicher Grund für das Engagement der STAFF STIFTUNG ist die Sicherung der Fassade, eines Höhepunktes der Renaissance im Weserraum.

Der Beiname Hexenbürgermeisterhaus erinnert an den Juristen und Bürgermeister Hermann Cothmann, dessen Vater das Haus 1625 gekauft hatte. Er hatte sich während seiner Amtszeit den Ruf eines unerbittlichen "Hexenjägers" erworben. Bild- und Texttafeln im Museum vermitteln Informationen über die historischen Hintergründe, den Verlauf und die Opfer der Verfolgung.

Foto: Gerhard Wellmer

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