HIRN: Andreas, wirf Dich in Schutt und Asche…

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Er hat es schon wieder getan…

Lieber Bruder Andreas,
merkst Du eigentlich noch etwas?

Diesmal haben Dich die Deutschen angezeigt, wegen Deiner Äußerungen im kath.net, siehe weiter unten. Deine Äußerungen beweisen nicht nur, dass es einen negativen Intelligenzquotienten geben muss, sondern auch den Zynismus und die Menschenverachtung eines röm.-katholischen Priesters.

Wieviel Hass muss in Dir sein, dass Du so über die Geschöpfe jenes höheren Wesens, welches Du verehrst, sprichst und urteilst? Was musstest Du erfahren, dass Du die Liebe zu den Menschen verloren hast? Dein Firmengründer klebt angeschlagene Ohren wieder an, und Du wetterst über alles, wovor Du Angst hast, verteufelst es? Das traust Du Dich, Du, ein Mensch mit Missionsauftrag (nur mal Nachlesen, Mt 28,19-20) und Auftrag zur Nächstenliebe (Lev 19,18 wirkt Wunder!)?

Was und wem schreibst Du denn da so in Deinem Hinter der Gender-Ideologie steht die Lüge des Teufels! Alter, das ist starker Tobak. An Dein Titularbistum Libertina, ist das nicht nach der Eroberung Nordafrikas untergegangen? Du schreibst also an Niemanden. Es ist auch nicht Lehrmeinung. Es ist auch nicht die Meinung der Kirche. Es ist also eine episkopale Flatulenz? Das stinkt mir.

Ich bin schon lange kirchenfern, bin Agnostiker geworden, und danke Dir, dass Du mich in dieser Entscheidung immer wieder bestätigst und bestätigst und bestätigst und bestätigst und bestätigst und bestätigst und bestätigst und bestätigst und bestätigst (Brüller!).

Was ist diesmal passiert? Christian Lütjens fasst das wunderbar zusammen:

Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun ist für seinen strammen homo- und transphoben Kurs bekannt, doch in einem Hirtenbrief, der am 24. März über kath.net veröffentlicht wurde, ging er einen Schritt zu weit. Da bezeichnete Laun Homosexuelle als „gestörte Männer und Frauen” mit „anatomischer Missbildung” und verglich  Genderstudien in ihren Handlungsweisen und Zielsetzungen mit der Rassen- und Vernichtungsideologie des Nationalsozialismus. Die SPD-Politiker Karl-Heinz Brunner, Eva Högl, Johannes Kahrs und Christopher Jäschke haben deshalb Strafantrag gegen Laun und kath.net bei der Staatsanwaltschaft Berlin gestellt. Begründung: Launs „Text beinhaltet hetzerische und menschenrechtsverachtende Passagen und Vergleiche, so dass es einer strafrechtlichen Überprüfung zwingend bedarf.”

Reaktionen gespalten: Symbolpolitik oder Exempel?

In den Kommentarspalten der sozialen Netzwerke gehen die Meinungen zu der Maßnahme auseinander. Während die einen feiern, dass der Fraktion der katholischen Hassprediger ein Dämpfer versetzt wird, halten andere den Strafantrag für reine Symbolpolitik, die sowieso nichts ändern wird. Christopher Jäschke, stellvertretender Landesvorsitzender der Beliner Arbeitsgemeinschaft SPDqueer, schätzt die Lage gegenüber MÄNNER so ein: „Wenn wir nicht daran glauben würden, dass wir mit der Anzeige etwas bewegen können, hätten wir sie nicht angestrengt. Andreas Laun ist in der Vergangenheit immer wieder durch homophobe Äußerungen aufgefallen, deshalb ist der betreffende Hirtenbrief erst mal gar nicht so besonders. Wenn man aber genauer liest, fällt auf, dass die rote Linie hinein ins Strafrecht diesmal überschritten ist.”

Wie geht es nun weiter?

Welche Konsequenzen der Antrag hat, liegt nun in der Hand der Staatsanwaltschaft. Im Falle einer Verurteilung wäre eine Freiheitsstrafe möglich, personelle Konsequenzen innerhalb der katholischen Kirche liefen auf eine Eremitierung hinaus, weil ein Bischofsamt auf Lebenszeit besteht, also kein Rücktritt möglich ist. Weil Andreas Laun österreichischer Staatsbürger ist, muss zudem über Bande gespielt werden. So ist die Staatsanwaltschaft Berlin aufgefordert, zunächst durch ein Rechtshilfeersuchen die strafrechtliche Verfolgung in Österreich zu erreichen.

„Eine Entschuldigung wäre super.”

Und wie sieht es mit einer öffentlichen Zurücknahme oder gar einer Entschuldigung von Andreas Laun aus? „Wir wären die Letzten, die sich so einer Geste verschließen würden”, so Jäschke. „Deutliche Worte der Distanzierung sind fällig und eine Entschuldigung wäre super. Dass sie nicht so wahrscheinlich ist, ist eine andere Sache. Die katholische Kirche in Österreich hat ja schon reagiert und sich von Launs Worten distanziert, indem sie sie als Einzelmeinung deklariert hat. Laun hat daraus keine öffentlichen Konsequenzen gezogen.”

Nutzt Laun die Anzeige für ein Osterwunder?

Tatsächlich ist es schwer vorstellbar, dass ein Mann durch eine Strafanzeige zur Vernunft kommt, der seine Gemeinde mit den Worten anspricht: „Liebe Gläubige, hinter der Gender-Ideologie steht die Lüge des Teufels, und auch diese Lüge bringt Unglück über die Menschen, wie alle seine Lügen im Lauf der Geschichte.” Aber wer weiß. Es ist Ostern. Da sollen ja schon ganz andere Wunder passiert sein.

Ich sage dazu nichts mehr. Schade, dass ein sich selbst demontierender eps der Kirche so schadet – nicht schade für mich, aber an die vielen, die daran glauben.

kath.net hat es gleichermaßen erwischt. Super.

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  1. Pingback: Weihbischof Laun- Andreas wirf dich in Schutt und Asche- Reblog von Nutzhirn | Chiemgau Gemseneier

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