Courage: Lunch mit Hofer

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Eine Freundin von mir ist zum Businesslunch bei Hofer eingeladen worden.

Hier ihre Antwort auf die Einladung:


Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank für Ihre Einladung zum Business Lunch.

Besonders erstaunt bin ich darüber, dass Menschen wie Frau Svazek, die selbst einen Migrationshintergrund haben, sich für diese Form von Veranstaltung verwenden lassen.

Solange die FPÖ so derartig unsozial agiert, mit Kürzungen der Mindestsicherungen spekuliert (bitte, diese trifft vor allem die Alleinerzieherinnen in diesem Land), Menschen gegen Menschen ausspielt (die Erde gehört uns allen!), so wenig Soziales und Umweltbewusstsein an den Tag legt, neuerdings Gott und die einfachen Menschen für Ihre gemeinen Machtspielchen missbraucht, brauchen Sie mir gar keine Einladungen zum Business Lunch zu senden

Ich habe mit genug muslimischen Kolleginnen studiert, die deutlich mehr IQ unter der Hijab beherbergen, als die Damen, die sich vom Herrn Hofer und seinen Aussagen zur „Brutpflege“ beeindrucken lassen. Herr Hofer ist in zweiter Ehe verheiratet – was will uns das sagen?

Ich weiß nicht, wie dumm man sein muss, dass man glauben kann, die größere Bedrohung käme von einem gemäßigten Islam, als von einer rechtsrechten Politik, die die Mindestsicherungen kürzen will (betrifft vor allem Frauen) und Kasse macht mit der Xenophobie der ungebildeten Massen.

Ich denke, die Zukunft meiner Tochter ist deutlich mehr gefährdet durch diese Politik des Hasses, Neides und der Missgunst als durch einen gemäßigten Islam, der sich vom Christentum null unterscheidet. Ich bin sicherlich mehr in der arabischen Welt gereist als die Prosecco Prinzen und Prinzessinnen der Gesellschaft, die Sie ansprechen wollen. Ich kann daher aus eigener Erfahrung diese dumme, provinzielle, feindselige Haltung nicht teilen!

Besser wäre es, Sie würden die finanziellen Aufwendungen für Ihre unsachliche Politpropaganda an Menschen spenden, die es brauchen, z.B. die Frauen in Oberösterreich, die unter massiven Kürzungen der Sozialleistungen leiden müssen. Ein Teil meiner geschätzten Mitarbeiter sind Mitglieder der muslimischen Religionsgemeinschaft; in unserer Arbeitsstelle herrscht ein friedliches Miteinander von Christen, die zu Ostern fasten und Muslima, die den Ramadan hochhalten.

Sollten Sie mich nochmals anschreiben, werde ich Sie auf Unterlassung klagen. Ich will in meiner gebildeten wertschätzenden Welt nicht von Ihrem dummen primitivem Alltagsrassismus belästigt werden.

Kümmern Sie sich lieber um das Debakel in Kärnten und die armen Menschen in Oberösterreich!

Was Sie politisch für die Frauen tun, haben Sie ja schon bewiesen.

Widerlichst

Mit freundlichen Grüßen


Dem kann ich nichts hinzufügen.

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